Bühnenteaser

  • Nachrichten : Stockende Tarifverhandlungen

zurück zu Übersicht

Fanden Sie diesen Artikel hilfreich?

DGB-Rechtsschutz im Warnstreik

26. Februar 2013 | ver.di hat die rund 750 Beschäftigten der DGB Rechtsschutz GmbH für heute zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Für den Nachmittag ist eine Kundgebung vor der DGB-Zentrale am Hackeschen Markt in Berlin geplant. ver.di reagiert damit auf das Angebot der DGB Rechtsschutz GmbH, einer Tochter des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Sie hatte in der zweiten Verhandlungsrunde im Januar 2013 lediglich Entgelterhöhungen von 0,9 Prozent für zwölf Monate angeboten.

„Dieses Angebot ist völlig unzureichend; es für nicht weiter verhandelbar zu erklären, ist eine Provokation“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Gerd Denzel. „Die Beschäftigten sind die Zeitspielerei leid und wollen endlich ein verhandlungsfähiges Angebot sehen.“ ver.di fordert 6,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten.

Die DGB Rechtsschutz GmbH erhält vom DGB 40 Prozent seiner Beitragseinnahmen. Diese betragen wiederrum zwölf Prozent der Beitragseinnahmen der acht Mitgliedsgewerkschaften, darunter auch ver.di. Da die meisten DGB-Mitgliedsgewerkschaften im vergangenen Jahr ihren Mitgliederrückgang stoppen und deutlich höhere Beitragseinnahmen erzielen konnten, sei Geld für eine reale Einkommenserhöhung der Beschäftigten vorhanden, argumentiert Denzel.

Die DGB Rechtsschutz GmbH unterhält bundesweit 111 Büros und 48 Service-Points. Allein im Jahre 2011 wurden für rechtsuchende Gewerkschaftmitglieder rund 300 Millionen Euro erstritten.

Fanden Sie diesen Artikel hilfreich?

Möchten Sie diesen Artikel weiterempfehlen?