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  • Gesundheit : ver.di-Initiative Gute Arbeit

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23 Schritte weg von der Gefahr

Hetze und Dauerstress am Arbeitsplatz? Die Gesundheit am Ende? So geht es immer mehr Beschäftigten. Die ver.di-Initiative Gute Arbeit hat deshalb eine Online-Handlungshilfe für Betriebs- und Personalräte ins Netz gestellt, um gesundheitsgefährdende Belastungen am Arbeitsplatz einzudämmen, denn während die Beschäftigten im Job immer mehr gefordert werden, machen es sich die meisten Arbeitgeber beim Thema Gefährdungsbeurteilung  einfach. Sie tun nichts oder zu wenig, um die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen.

So darf es nicht weitergehen: Jeder zweite Beschäftigte in Deutschland sieht sich einer starken oder sehr starken Arbeitshetze ausgesetzt, 52 Prozent. Die Top 3 der Ursachen sind Multitasking, 65 Prozent, unzureichende Personalausstattung, 63 Prozent, und ungeplante Zusatzaufgaben, 61 Prozent. Das zeigen die Ergebnisse der Repräsentativbefragung des DGB-Index 2015. 32 Prozent der Beschäftigten lassen die Arbeitspause aus oder verkürzen sie. Damit fällt aber die dringend notwendige Erholung weg. Die Arbeitshetze macht krank. Je schlechter die Arbeitsbedingungen sind und je größer die Arbeitshetze ist, desto höher ist der Anteil der krank zur Arbeit Gehenden.

Die Arbeitgeber stehlen sich aus der Verantwortung, ignorieren die Anforderungen des Arbeitsschutzgesetzes und die gesetzlich bindende Gefährdungsbeurteilung. Bei nur 28 Prozent der Beschäftigten ist eine vollständige Gefährdungsbeurteilung durchgeführt worden, so das Ergebnis einer Befragung aus 2012. Und nur bei knapp einem Drittel der Gefährdungsbeurteilungen wurde das Thema Stress berücksichtigt. Insgesamt waren es lediglich 9 Prozent aller Beschäftigten, die nach psychischen Stressfaktoren befragt wurden. Diese mangelhafte Umsetzung des Arbeitsschutzgesetzes ist ein Armutszeugnis, findet die ver.di-Initiative Gute Arbeit.

Deshalb bietet ver.di im Netz die Online-Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilung an. Diese hilft Betriebs- und Personalräten, die Mitbestimmungsrechte zu nutzen und eine vollständige Gefährdungsbeurteilung durchzuführen. ver.di hat dazu Informationsmaterial und einen idealtypischen Prozessablauf einer Gefährdungsbeurteilung in 23 Schritten entwickelt. Jeder Schritt ist im Netz anklickbar und enthält weitere Informationen und wertvolle Tipps für die Praxis.

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