Tarifrunde ÖD 2016

    Tarifrunde im öffentlichen Dienst hat begonnen

    Arbeitgeber machen kein Angebot

    Potsdam, 21. März 2016 | Zum Verhandlungsauftakt der diesjährigen Tarifrunde im öffentlichen Dienst sind rund 300 Gewerkschafter/innen nach Potsdam gekommen, darunter viele Personalräte der Sparkassen mit ver.di-Fahnen, in ver.di-Westen. Genauso viele Trillerpfeifen sorgten dafür, dass man den Zug der ver.di-Aktiven nicht überhören konnte. „Es ist doch klar, warum wir hier sind“, sagte Ramona Kloppe von der Sparkasse Leipzig. „Wir erwarten von dieser Tarifrunde eine Verbesserung unserer Gehälter. Das muss einfach sein. Unsere Arbeit wird schließlich immer anspruchsvoller und schwieriger.“ Der öffentliche Dienst müsse attraktiver werden, so Ramona Kloppe, auch für junge Leute, die eine Ausbildung suchen. Überall würden gute Leute gebraucht.

    „Solange es kein Angebot von der Arbeitgeberseite gibt, bin ich bei der nächsten Verhandlungsrunde wieder hier.“

    Tom Pasemann, Saalesparkasse, Halle

    Zu den Jüngeren, die nach Potsdam gekommen sind, um auf sich und ihre Forderungen aufmerk- sam zu machen, gehörte Tom Pasemann. Der 28-jährige Bankkaufmann sagte, für ihn und seine Kollegen, Jüngere wie Ältere, sei der Erhalt der Altersversorgung in dieser Tarifrunde besonders wichtig. „Ich muss zwar noch viele Jahre arbeiten, aber das Thema spielt doch für uns alle eine ganz große Rolle.“ Pasemann setzt sich auch für die Jüngsten unter seinen Kollegen ein, die noch in der Ausbildung sind. „Für sie fordern wir die Übernahme nach dem Abschluss“, sagte er. Nachwuchs zu halten und zu gewinnen sei entscheidend für den öffentlichen Dienst.

    Am Nachmittag steht fest: Die Arbeitgeber haben kein Angebot vorgelegt. „Damit habe ich gerechnet“, sagte Tom Pasemann. „Aber wir werden nicht kleinbeigeben. Und solange es von der Arbeitgeberseite kein Angebot gibt, bin ich bei der nächsten Verhandlungsrunde hier wieder dabei.“ Es bleibe bei der 6-Prozent-Foderung und mit Warnstreiks in den Betrieben sei nun zu rechnen.

    Am 21. März 2016 vor dem Verhandlungsauftakt in Potsdam Foto: Kay Herschelmann Frank Bsirske und die Personalräte vor dem Verhandlungsauftakt