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  • Soziale Berufe aufwerten : Aufwertung steht noch aus

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Sozial- und Erziehungsdienst: Streikdelegierte empfehlen Mitgliederbefragung über Schlichtungsempfehlung

Berlin, 24. Juni 2015 | Die bundesweite ver.di-Streikdelegiertenkonferenz im Sozial- und Erziehungsdienst hat sich dafür ausgesprochen, nach den erneuten Verhandlungen mit den Arbeitgebern die ver.di-Mitglieder über die Schlichtungsempfehlung in der Tarifauseinandersetzung zur Aufwertung des Sozial- und Erziehungsdienstes entscheiden zu lassen. „Wer sollte besser über die Schlichtungsempfehlung und einen darauf basierenden Verhandlungsstand entscheiden können, als die betroffenen ver.di-Mitglieder in den Einrichtungen und Betrieben des Sozial- und Erziehungsdienstes?“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske in Frankfurt im Anschluss an die Delegiertenkonferenz.

„Die Kolleginnen und Kollegen im Sozial- und Erziehungsdienst erwarten zu Recht, dass ihre Arbeit aufgewertet wird.“

Frank Bsirske, ver.di-Vorsitzender

Zuvor hatten mehr als 300 Vertreterinnen und Vertreter aus den Streikbetrieben des Sozial- und Erziehungsdienstes über die Bewertung der Schlichtungs- empfehlung diskutiert. Hauptkritik war, dass die Empfehlung keine wirkliche Aufwertung der schwierigen und verantwortungsvollen Tätigkeiten vorsieht und insbesondere im Bereich der Sozialarbeit und Sozialpädagogik, völlig unzureichend ist. „Die Kolleginnen und Kollegen im Sozial- und Erziehungsdienst erwarten zu Recht, dass ihre Arbeit aufgewertet wird. Deshalb werden wir versuchen, in den Verhandlungen mit den Arbeitgebern, die heute Abend wieder aufgenommen werden, noch Verbesserungen zu erreichen“, sagte Bsirske. Dies betreffe vor allem den Bereich der Sozialarbeiter und Sozialpädagoginnen, aber auch etwa die Frage der Laufzeit.

„Es muss einen Unterschied machen, ob jemand sich in der Gewerkschaft organisiert oder nicht. Deshalb sollen die ver.di-Mitglieder in dieser Frage entscheiden. Sie wissen am besten, ob mögliche Verbesserungen für sie ausreichend sind.“

Frank Bsirske, ver.di-Vorsitzender

Die Bundestarif- kommission, die am Freitag zusammenkommt, solle auf dieser Basis dann eine Mitgliederbefragung einleiten. In den nächsten vier Wochen würden dann die Ergebnisse auf der Basis der Schlichtungs- empfehlung intensiv mit den ver.di-Mitgliedern im Sozial- und Erziehungsdienst diskutiert, die dann darüber abstimmen. „Es muss einen Unterschied machen, ob jemand sich in der Gewerkschaft organisiert oder nicht. Deshalb sollen die ver.di-Mitglieder in dieser Frage entscheiden. Sie wissen am besten, ob mögliche Verbesserungen für sie ausreichend sind.“

Die Verhandlungen mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) werden am heutigen Mittwochabend in Offenbach wieder aufgenommen und am Donnerstag fortgesetzt. Am Freitag kommt die Bundestarifkommission von ver.di zusammen. Die Mitgliederbefragung soll in der nächsten Woche beginnen.

Frank Bsirske zur Empfehlung der Streikdelegierten

 

Und das sagen die Streikdelegierten

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