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  • Amazon : Streiks werden verlängert

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„Wir geben keine Ruhe, solange es keine Tarifverträge gibt“

Berlin, 1. April 2015 | Die Streiks beim weltweit größten Versandhändler Amazon werden verlängert. Die Arbeitsniederlegungen in Rheinberg, Werne (beide NRW), Bad Hersfeld (Hessen) und Leipzig (Sachsen) werden bis Donnerstag zum Ende der Spätschicht andauern. Angesichts der parallel auch angekündigten Warnstreiks bei der Deutschen Post müssen sich Kundinnen und Kunden auf deutliche Beeinträchtigungen einstellen.

In Koblenz wurden die Streiks gestern nach der Spätschicht vorläufig beendet. Auch die Beschäftigten des DVD-Verleihers und Video-Streaming-Dienstes Amazon Prime Instant Video GmbH in Elmshorn, die seit dem frühen Dienstmorgen zum ersten Mal für ihre Forderung nach einem Tarifvertrag in den Ausstand getreten waren, haben ihren Streik beendet. An den Streiks beteiligten sich am Dienstag insgesamt rund 1.700 Beschäftigte.

KiK- und Franz Kerstin Soest-Beschäftigte streiken mit

In Werne sprach am Dienstagvormittag der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske auf einer Streikversammlung zu mehreren Hundert Streikenden der Amazon-Standorte Rheinberg und Werne sowie der KiK Logistik GmbH Bönen und der Firmengruppe Franz Kerstin Soest. In beiden Unternehmen kämpfen die Beschäftigten ebenso wie bei Amazon um einen Tarifvertrag, bei KiK um die Tarifbindung des Einzelhandels, bei Franz Kerstin um die des Groß- und Außenhandels.

„Dieser Kampf hat die Solidarität der gesamten Organisation, er ist notwendig und richtig.“

Frank Bsirske, ver.di-Vorsitzender

„In Soest, Bönen, Rheinberg, Werne, überall gibt es ein gemeinsames Ziel: Tarifverträge, die ein vernünftiges Leben und gute Arbeitsbedingungen ermöglichen. Wir geben keine Ruhe, solange es keine Tarifverträge gibt. Dieser Kampf hat die Solidarität der gesamten Organisation, er ist notwendig und richtig“, sagte Frank Bsirske. Der ver.di-Vorsitzende kritisierte den enormen Leistungsdruck, der auf die Amazon-Beschäftigten ausgeübt wird: „Die Beschäftigten werden nicht wie Menschen, sondern wie Roboter behandelt.“

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