Die Potenziale der digitalen Arbeit

    Die Digitalisierung verändert die Arbeitsplätze in der Wirtschaft und im Dienstleistungssektor tiefgreifend. Bessere Dienstleistungen, soziales Wachstum und neue Beschäftigungsmöglichkeiten können dabei vor allem dann entstehen, wenn die Ansprüche aller, also die der Beschäftigten und die der Kunden, berücksichtigt, wenn brauchbare und notwendige Dienstleistungen entwickelt und wenn die digitalen Tätigkeiten im Sinne Guter Arbeit gestaltet werden.

    Über solche Entwicklungen und auch gewerkschaftliche Ansätze, wie die Potenziale der Digitalisierung für Gute Arbeit und mehr Demokratie in der Gesellschaft genutzt werden können, wird jährlich auf den ver.di-Digitalisierungskongressen debattiert. Zu den Leitlinien für Gute digitale Arbeit gehören wesentlich der Schutz von Daten und die Gewährleistung der Persönlichkeitsrechte der Erwerbstätigen. Vertrauliche Kommunikation ist zudem die Voraussetzung für die Wahrnehmung von Grundrechten wie Meinungs-, Presse- und Koalitionsfreiheit sowie für den Schutz von Berufsgeheimnissen. Es bedarf zudem wirksamer Mechanismen für die soziale Absicherung, auch für die wachsende Zahl der Solo-Selbstständigen, insbesondere vor dem Hintergrund des Crowdworking. Dahinter verbirgt sich die Möglichkeit, Aufträge auf Online-Plattformen wie Clickwork.com oder Freelancer.com als Auftragnehmer/in zu erhalten; oder als Unternehmer/in über diese Plattformen Arbeitsaufträge im Internet auszuschreiben. Dazu bietet ver.di eigens konzipierte Seminare an.

    Ziel ist es, die Gestaltungsspielräume für die Erwerbstätigen, die sich aufgrund räumlicher und zeitlicher Freiheiten vernetzter digitaler Arbeit eröffnen, nutzbar zu machen – beispielsweise bei der Wahl von Arbeitsort und Arbeitszeit und einer verbesserten Work-Life-Balance. Dazu eignen sich besonders Ansätze, die wie bei der ver.di-Initiative Gute Arbeit die Beschäftigten beteiligen.