„Ausbildung ist unumgänglich“ sagt Frank Bsirske. Warum das so ist und welche Rolle die Digitalisierung dabei spielt, verriet der ver.di-Vorsitzende im Gespräch mit YouTuber Marvin Neumann von MinderestingPictures.

    Neumann hatte seine Netz-Community bereits Tage zuvor aufgerufen, ihm Fragen und Diskussionsbeiträge zu posten, die er – nicht abgesprochen – an Frank Bsirske richtete. Die Jugendlichen wollten etwa wissen, ob der Mensch nicht bald ganz von Maschinen ersetzt werde, was ver.di tue, um die Jobaussichten von Auszubildenden zu verbessern oder wie es veraltete Berufsschulkonzepte ins Zeitalter von Industrie 4.0 schaffen könnten.

     

    Entscheidend ist: Ein guter Start

    Eine gute Ausbildung ist die Basis für beruflichen Erfolg. Eine Basis, die sich im späteren Berufsleben ausbauen lässt, als Grundlage für Aufstiegschancen und gute Bezahlung. Wenn die Ausbildung gut ist, wenn ihre Qualität stimmt. Und weil die Qualität der Ausbildung die Weichen für ein ganzes Leben entweder in Richtung gute Arbeit oder aber Richtung schlechte Arbeit stellen kann, setzen sich die Gewerkschaften für eine hohe Ausbildungsqualität ein: Gute Ausbildung – gute Arbeit.

    Für die Gewerkschaften ist es wichtig, dass junge Menschen ihre Ausbildung unabhängig von der Finanzkraft ihrer Eltern finanzieren können. Das haben sich die Gewerkschaftsmitglieder in vielen Ausbildungsberufen erstritten. Festgeschrieben wird das in Tarifverträgen. Auf die Anrechte und Vorteile, die in einem Tarifvertrag festgelegt sind, haben die Mitglieder der Gewerkschaft, die den Vertrag durchgesetzt und abgeschlossen hat, ein einklagbares Recht. Ein guter Grund – sei dabei!

    Vorteilsgarantie: Ausbildung mit Tarifvertrag

    Die von den Mitgliedern der Gewerkschaften erstrittenen Tarifverträge enthalten viele Ansprüche, die weit über den gesetzlichen Ansprüchen liegen, etwa bei der Dauer des Urlaubs. Es lohnt sich also, schon gleich zu Beginn der Ausbildung der Gewerkschaft beizutreten und sie im Rücken zu haben. Und: Es ist noch viel zu verbessern! Mach mit!

    Richtig viel vorgenommen haben sich die Auszubildenden im Friseurhandwerk: Sie wollen endlich so bezahlt werden, dass sie nicht auf Hilfe vom Staat oder von den Eltern angewiesen sind. Sie wollen lernen, statt das Auto der Chefin oder Stunde um Stunde den Salon zu putzen. Und sie wollen, dass endlich Schluss ist mit den unbezahlten Überstunden. Sie wollen BESSER ABSCHNEIDEN! Genauso hat die ver.di-Jugend auch ihre Kampagne genannt, mit der sie dafür sorgen will, dass sich endlich etwas tut. Ziel ist ein bundesweit verbindlicher Tarifvertrag, damit es eine verlässliche Grundlage gibt und damit endlich für alle mehr rauskommt. Denn bis heute liegen die Ausbildungsvergütungen im Friseurhandwerk zwischen 120 und rund 450 Euro brutto im ersten Ausbildungsjahr.


    Auch in den Gesundheitsberufen ist bei den betrieblich-schulischen Auszubildenden jede Menge los. Hunderte von ihnen haben sich 2017 an Warnstreiks und den Aktionen der ver.di-Jugend beteiligt, sind auf die Straße gegangen und haben Rabatz gemacht.
 Denn die betrieblich-schulischen Auszubildenden bekommen bisher gar keine Ausbildungsvergütung. Immer mehr von ihnen sind deshalb in die Gewerkschaft ver.di eingetreten, damit sie Druck machen können und sich endlich etwas tut.

    Schon dabei?

    Als ver.di-Mitglied findest Du im Mitgliedernetz weitere Infos und kannst Dich aktiv beteiligen.

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