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  • Bildung & Ausbildung : Ausbildungsexperten helfen

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Berufsausbildung

Ausbildungsexperten helfen

Die berufliche Bildung in Deutschland besteht aus einer engen Verzahnung von Betrieb und Schule, von Praxis und Theorie.

In drei, manchmal dreieinhalb Jahren bekommen junge Menschen das Rüstzeug für einen Beruf. Und das heißt: Sie sind nicht darauf angewiesen, im Ausbildungsbetrieb zu bleiben, weil ihre Qualifikation bundesweit anerkannt ist. Außerdem haben sie solide Grundlagen erworben, sodass sie auch nicht auf eine bestimmte Tätigkeit festgelegt sind. Dieses Konzept hat sich bewährt – und viele Menschen im Ausland beneiden Deutschland um sein duales Ausbildungssystem.

Schmalspurausbildungen nützen nur den Arbeitgebern

ver.di wehrt sich deshalb gegen die Einführung zweijähriger Schmalspurausbildungen. Sie vermitteln lediglich Qualifikationen für gerade am Markt benötigte Tätigkeiten und können schnell überholt sein. Deshalb liegen sie zwar im Interesse der Unternehmen, die für ihren aktuellen Bedarf ausgebildete Menschen bekommen. Doch für die Beschäftigten sind solche Kurzausbildungen auf längere Sicht von Nachteil. Besonders abwegig ist das Argument der Arbeitgeber, sie eigneten sich besonders für junge Menschen mit Lernschwierigkeiten. Das Gegenteil ist der Fall: Gerade wer langsamer versteht, braucht mehr Zeit.

ver.di gestaltet Berufe mit

350 anerkannte Ausbildungsberufe verzeichnet das Berufsbildungsgesetz gegenwärtig; hinzu kommen noch Dutzende weitere im Gesundheits-, Pflege- und Erziehungsbereich, deren Qualifikationen anders geregelt sind. Die Ausbildungsordnungen und Berufsbilder werden ständig an veränderte Anforderungen angepasst. Dabei arbeiten Gewerkschaften, Arbeitgeber und Beamte aus den Bundesministerien eng zusammen.
ver.di ist für rund 200 Ausbildungsberufe mitverantwortlich. Das betrifft nicht nur die Ausbildungsordnungen, sondern auch die Besetzung der Prüfungsausschüsse. Dafür werden ständig engagierte Kollegen gesucht. ver.di wirkt darauf hin, dass in den Prüfungen die erworbenen Kompetenzen im Zentrum stehen und nicht kurzfristig hineingestopftes Faktenwissen.

ver.di bereitet die ehrenamtlichen Prüfer in Schulungen gründlich auf ihre Aufgabe vor. www.pruef-mit.de. Auch die Jugend- und Auszubildendenvertretungen (JAV) in den Betrieben, die auf eine qualifizierte Ausbildung vor Ort hinwirken, bekommen vielfältige Unterstützung von ihrer Gewerkschaft.

Das Recht auf eine Ausbildung

Jeder muss das Recht auf eine qualifizierte Ausbildung bekommen. Das fordert ver.di seit langem. Doch Tatsache ist, dass ein erheblicher Teil der Jugendlichen vergeblich einen Ausbildungsplatz sucht.
Im Herbst 2010 überstieg die Nachfrage das Angebot um 120.000 Ausbildungsplätze. Zwar ist die Lücke in letzter Zeit kleiner geworden, weil zunehmend geburtenschwache Jahrgänge die Schulen verlassen. Doch viele Jugendliche kreiseln bereits seit Jahren in staatlichen Maßnahmen und viele geben irgendwann frustriert auf. Als Ungelernte haben sie extrem schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Auch volkswirtschaftlich ist das eine Katastrophe: Schon jetzt ist überall vom Fachkräftemangel die Rede, und angesichts des demografischen Wandels nimmt dieses Problem rasant zu.
Trotzdem bildet ein erheblicher Teil der Betriebe überhaupt nicht aus. ver.di schlägt seit langem eine Ausbildungspflicht für Unternehmen vor – und wer sich drückt, muss sich finanziell an den Lasten beteiligen. Unternehmen mit vielen Azubis würden in einem solchen Umlageverfahren belohnt. Die Regelung wäre außerdem ein Ansporn, zusätzliche Plätze einzurichten.

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