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Arbeitsbedingungen

Gute Arbeit ist das Ziel

Arbeit ist immer dann gut, wenn die Arbeitsbedingungen stimmen. Das sagen alle Beschäftigten, die im „DGB-Index Gute Arbeit“ Jahr für Jahr befragt werden. Doch wie steht es um die Arbeitsbedingungen in Deutschland? Allzu gut sieht es da nicht aus. Nur knapp 12 Prozent aller Befragten gehen davon aus, dass sie gute Arbeit haben.

Jeder vierte Beschäftigte in großer Sorge

Vor allem das Einkommen, die Aufstiegsmöglichkeiten im eigenen Betrieb, die Arbeitsplatzsicherheit und die eigenen beruflichen Zukunftsaussichten werden von den meisten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern als unzulänglich beschrieben. So lebt bundesweit fast jeder vierte Beschäftigte in großer Sorge, seinen Arbeitsplatz zu verlieren.
Deutlich wird auch: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die außerhalb ihres Berufs Familienangehörige pflegen oder Kinder betreuen, sind überdurchschnittlich stark belastet. Sie klagen besonders über die hohe Arbeitsintensität, mit der sie zu kämpfen haben, und über die starken emotionalen Anforderungen. Das macht sehr deutlich, dass eine Balance nötig ist. In der Vereinbarkeit von Familie und Beruf liegt ein großes Potenzial zur Erreichung von wirklich guter Arbeit.
Zu negativen Einschätzungen kommen auch Beschäftigte in befristeten Arbeitsverhältnissen. Mehr als ein Drittel von ihnen empfindet die eigene Arbeitssituation als belastend. Und mehr als die Hälfte all jener, die in prekären Jobs arbeitet, beschreibt die eigenen Arbeitsbedingungen als schlecht.
Schlechte Arbeit bedeutet in der Regel auch mehr Arbeitsunfähigkeit. Wer gute Arbeit hat, wird seltener krank. Auch diesen Zusammenhang bestätigt der DGB Index Gute Arbeit. 78 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gaben danach an, in den letzten zwölf Monaten mindestens einmal krank zur Arbeit gegangen zu sein, die Hälfte von ihnen tat dies sogar mehrmals. Mehr als ein Drittel aller Beschäftigten handelte dabei entgegen dem ausdrücklichen ärztlichen Rat. Außerdem gab rund ein Viertel der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer an, einmal oder mehrmals Urlaub genommen zu haben, um sich auszukurieren. Generell gilt: Je schlechter die Arbeitsbedingungen sind, desto höher ist der Anteil der Beschäftigten, die krank zur Arbeit gehen.

Arbeit heute macht krank

In ähnlicher Weise hat die Qualität der Arbeit Auswirkungen auf die Erwerbsfähigkeit und -unfähigkeit. Gute Arbeit wirkt sich positiv auf die Erwerbsfähigkeit im Alter aus. Doch noch viel deutlicher ist der Einfluss von schlechten Arbeitsbedingungen auf die Frühinvalidität. Denn Arbeit, wie sie heute existiert, macht krank. Fast ein Viertel aller 55- bis 64-Jährigen geht heute aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig in Rente. Betroffen sind in erster Linie Bau- und Hilfsarbeiter, Maurer oder Maler, zunehmend aber auch Beschäftigte in der Kranken- und Altenpflege oder Erzieherinnen. Und: Angelernte, gering Qualifizierte und überwiegend prekär Beschäftigte haben deutlich geringere Chancen als gut Verdienende, bis zur Rente zu arbeiten.

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