Arbeit

    KiK mobbt Gewerkschafter

    Jetzt schlägt’s wieder 13!

    Protestplakat gegen KiK Grafik: aktion./.arbeitsunrecht e.V. Protestplakat gegen KiK

    Die Konflikte rund um das KiK-Zentrallager in Bönen bei Unna halten an: 14 Abmahnungen und drei Kündigungsversuche gegen ein Betriebsratsmitglied, darunter eine fristlose Kündigung wegen eines Interviews mit der Zeitung Betrieb & Gewerkschaft. Das Ziel: Ein aktiver Gewerkschafter soll zermürbt werden. Das Motiv: Vergeltung und Maßregelung. Die Belegschaft hatte zuvor mit ver.di mehrere Wochen gestreikt. Zudem zahlt KiK weiterhin miese Löhne, die trotz Vollzeitarbeit kaum eine Familie ernähren können. Und um freigestellte Betriebsräte zu vermeiden, die ab 500 Beschäftigten vorgeschrieben sind, trickst der Textildiscounter an der Firmen-Struktur. Nicht zuletzt deshalb ruft der Verein aktion./.arbeitsunrecht am Freitag, den 13. November, unter dem Motto „Jetzt schlägt es13!“ bundesweit zu Protesten gegen KiK auf.

    Ausbeutung ist das Prinzip

    Die Kanzlei Schreiner + Partner vertritt KiK seit Jahren vor Gericht und berät das Unternehmen gegen Bemühungen von ver.di im Betrieb. Das Arbeitsgericht Dortmund hat die letzte Kündigung aufgrund des oben erwähnten Interviews nicht zurückgewiesen. Der Fall wird jetzt am Landesarbeitsgericht Hamm erneut verhandelt werden.

    Die Kündigungsversuche im KiK-Zentrallager greifen das Recht auf freie Meinungsäußerung von Beschäftigten an. Wenn sie Schule machen, wird die Angst zunehmen, an die Öffentlichkeit zu gehen und Kritik zu äußern. Um seine Billig-Textilien mit maximalem Profit zu beziehen, griff KiK in Asien auf Produzenten zurück, für die Ausbeutung das Prinzip ist. Berichtet wird nicht nur von Kinderarbeit, Ausbeutung und Armut unter den Beschäftigten. KiK ließ vor allem auch bei Ali Enterprises in Pakistan produzieren, wo mehrere hundert Menschen im September 2012 bei einem Fabrikbrand ums Leben kamen, und im Gebäudekomplex Rana Plaza in Bangladesch, der im April 2013 einstürzte und weit über 1.000 Menschen unter sich begrub.

    Die Kampagne

    Die aktion./.arbeitsunrecht e.V. will mit der Kampagne „Jetzt schlägt’s 13“ Freitag, den 13. als regelmäßigen Aktionstag gegen „Horror-Jobs“ und UnRechts-Anwälte verankern. „Wir wollen den Horror, den Einzelne am Arbeitsplatz tagtäglich erleiden, auf die verantwortlichen Unternehmen zurückwerfen“, sagt Jessica Reisner vom Verein aktion./.arbeitsunrecht. Der erste Aktionstag fand am 13. März 2015 statt. Damals protestierten Menschen in über 15 deutschen Städten vor Supermärkten gegen Lidl und die Marke Milram. Es ging um die Behinderung von Betriebsratsarbeit beim Hamburger Plastik-Schalen-Hersteller Neupack. Die Unternehmerfamilie Krüger hatte den Betriebsratsvorsitzenden nach einem langen Streik mit Vergeltungsmaßnahmen wie Kündigungen, Abmahnungen und Bespitzelung durch Privatdetektive überzogen.

    Mehr Infos unter arbeitsunrecht.de

    Streik bei KiK Foto: Roland Weihrauch/dpa ​ Streik bei KiK

    Vor Ort

    Sie wollen mal mit ver.di-Leuten reden? Fragen stellen oder reinschnuppern? Finden Sie Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in Ihrer Nähe.

    Interaktive Karte Ansprechpartner finden

    Newsletter

    Sie wollen informiert bleiben? Dann registrieren Sie sich und erhalten Sie Ihren persönlichen Newsletter mit allen News und Infos zu unseren Aktionen und Kampagnen.

    Jetzt abonnieren Immer informiert!

    Mitbestimmen

    Betriebs- und Personalräte machen den Unterschied

    Fachseiten Mitbestimmung Infos für Interessensvertreter