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    Von Krieg und imperialer Lebensweise zu Frieden durch Arbeit …

    27.09.2017, 18:00 – 20:00ver.di-Haus, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin

    Von Krieg und imperialer Lebensweise zu Frieden durch Arbeit und Entwicklung

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    Schon immer waren Kriege auch Kämpfe um den Zugang zu Rohstoff- und Absatzmärkten, Kämpfe um Wirtschafts- und Lebensräume. Während dieser Zusammenhang zwischen ökonomischen Imperialismus und Krieg für z.B. historisch-materialistische Arbeiten etwa zu den Ursachen des 1. Weltkriegs offenkundig war, so fehlt dieser in vielen zeitgenössischen Analysen. Stattdessen wird in diesen häufig ein vermeintlich kulturell bestimmter Zusammenstoß von Zivilisationen behauptet, während sozioökonomische Bedingungen als Ursache von Konflikten aus dem Blickfeld geraten.

    Im Gegensatz zu kulturell argumentierenden Ansätzen sollen in dieser Veranstaltung vom ver.di-Bereich Politik und Planung in Kooperation mit dem Forum Neue Politik der Arbeit folgende Fragen diskutiert werden:

    • Welche friedenspolitischen Konsequenzen haben die verschiedenen Krisen der Gegenwart, wie Klima-, Ernährungs-, Finanz- und Verteilungskrise?
    • Wie wirkt die dominierende Ausprägung von Produktions- und Konsummustern auf die globale Friedens- und Sicherheitspolitik?
    • Und inwiefern ist es gerechtfertigt, von einer imperialen Lebensweise zu sprechen, die sich der ökologischen und sozialen Ressourcen andernorts bedient, um den eigenen hohen Lebensstandard aufrechtzuerhalten?

    Referenten:

    • Ingar Solty, Referent für Friedens- und Sicherheitspolitik bei der Rosa-Luxemburg-Stiftung.
    • Markus Wissen, Professor für Gesellschaftswissenschaften an der HWR Berlin.

    Kontakt und Anmeldung: sichtweisen@verdi.de