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    Nordrhein-Westfalen

    Uniklinikstreiks für Entlastung: Gesprächsbereitschaft in Essen - Streiks in Düsseldorf

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di wird ab morgen (14.11.) erneut 48 Stunden an der Uniklinik Düsseldorf streiken. An der Uniklinik Essen wird es dagegen nicht zu einem Streikaufruf kommen, da der Vorstand Gesprächsbereitschaft zur Entlastung der Beschäftigten signalisiert hat und ein erster Termin für Beginn Dezember vereinbart ist.

    „Wir haben uns sehr gefreut, dass der Vorstand der Uniklinik Essen die Belastungssituation der Beschäftigten anerkennt und bereit ist, gemeinsam mit ver.di nach Lösungen dafür zu suchen. Deshalb gibt es aktuell keinen Grund für Streiks an der Uniklinik Essen.“, berichtet Jan von Hagen, bei ver.di zuständig für die Kliniken in NRW. „Umso deutlicher wird hierdurch, wie scheinheilig die Gründe für die erneute Verhandlungsablehnung durch den Vorstand der Uniklinik Düsseldorf sind. Wenn man Lösungen finden will, gibt es dafür Möglichkeiten, das beweist der Vorstand der Uniklinik Essen gerade sehr praktisch.“

    Beide Universitätskliniken sind Mitglied im Arbeitgeberverband des Landes NRW und damit Mitglied der Tarifgemeinschaft deutscher Länder. Das sich bei gleichen rechtlichen Rahmenbedingungen ein Arbeitgeber komplett den Verhandlungen entzieht, zeige, „wie sehr die Verweigerungshaltung in Düsseldorf an den Vorstandsmitgliedern Prof. Höffken und Zimmer persönlich liegt“, so von Hagen.

    Am Dienstag und Mittwoch wird es erneut zu deutlichen Streikauswirkungen am Universitätsklinikum Düsseldorf kommen. Beschäftigte aus dem Bereich OP und Anästhesie, der allgemeinen Pflege, dem Krankentransportdienst, der Küche und vielen weiteren Bereichen würden dem Streikaufruf der Gewerkschaft ver.di folgen, so die Gewerkschaft. „Für das Gesprächsangebot des Universitätsklinikums Essen hat es keines Streikes bedurft. Das macht die Beschäftigten in Düsseldorf natürlich sauer, die sich nach mittlerweile fünf Warnstreiktagen fragen, was der Vorstand noch alles aufs Spiel setzten will, bevor er an den Verhandlungstisch kommt.“, erklärte von Hagen. Das Vertrauen der Beschäftigten in ihren Vorstand wird jedenfalls von Tag zu Tag mehr angegriffen.