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    Karstadt-Beschäftigte brauchen Tarifbindung als elementaren Garant …

    Karstadt-Beschäftigte brauchen Tarifbindung als elementaren Garant für Zukunftssicherheit

    14.06.2013

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert, dass das Karstadt-Management trotz der Streiks und Proteste der Beschäftigten in den letzten Wochen den eingeschlagenen Weg der Tarifflucht fortsetzen will.

    „Für ver.di bleibt es im Sinne der Zukunftssicherheit der Beschäftigten oberstes Ziel, umgehend die Tarifbindung bei Karstadt wieder herzustellen. Die Beschäftigten von Karstadt geben mit ihrer täglichen, guten Arbeit dem Unternehmen die Perspektive, die es verdient“, betonte Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied für den Handel.

    „Doch auch die Menschen bei Karstadt brauchen eine zuverlässige und verbindliche Perspektive. Deswegen haben wir die Geschäftsführung bereits vor Wochen zu Verhandlungen über einen Anerkennungstarifvertrag aufgefordert. Die Karstädterinnen und Karstädter haben ein Recht auf nachhaltige und stabile Regelungen – und dazu gehört elementar die Tarifbindung“, so Nutzenberger.

    Insofern seien die vom Karstadt-Management im Anschluss an die gestrige Aufsichtsratssitzung angekündigten Gespräche mit Betriebsräten zur Ausgestaltung einer sogenannten Tarifpause eine Luftnummer. „Statt einer einseitigen Erklärung ohne Wirkung brauchen die Beschäftigten rechtssichere und verbindliche Lösungen, wie sie mit ver.di abgeschlossene Tarifverträge bieten“, so die Gewerkschafterin.

    Darüber hinaus sei nach wie vor der Eigentümer Nicolas Berggruen gefordert, endlich seine Versprechen einzuhalten und mit Investitionen dafür zu sorgen, dass Karstadt ein zukunftssicheres und glaubwürdiges Unternehmen bleibe.