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    ver.di: Maritimer Round Table zur Zukunft der deutschen Seeschifffahrt

    ver.di: Maritimer Round Table zur Zukunft der deutschen Seeschifffahrt

    11.10.2017

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat am heutigen Mittwoch (11. Oktober 2017) Vertreter aus Bundes- und Landespolitik, aus der Seeschifffahrt, der Hafenwirtschaft und maritimen Bildungseinrichtungen zu einem ersten „Maritimen Round Table“ nach Berlin eingeladen. Zielsetzung der Veranstaltung sind Gespräche über die Zukunft der deutschen Seeschifffahrt vor dem Hintergrund der Schifffahrtskrise, die trotz aller Subventionen zum Schrumpfen der deutschen Flotte und zu einem Rückgang der deutschen Seemannschaft geführt hat.

    Von dieser Problematik ist die deutsche Hafenwirtschaft mittelbar betroffen, da der wirtschaftliche Druck der Reeder nach Ansicht von ver.di an alle Akteure in der maritimen Wirtschaft weitergereicht wird und zu unmittelbaren Auswirkungen auf die Beschäftigung in den deutschen Seehäfen führt.

    ver.di will mit dem Maritimen Round Table einen Aufbruch für eine gesicherte Zukunft des maritimen Clusters initiieren – für gute Ausbildung und gute Arbeit zu guten Löhnen. Themen sind daher beispielsweise der Rückgang der Handelsflotte und der Beschäftigung sowie der Rückgang bei der seemännischen Ausbildung. Beleuchtet werden soll dabei die Rolle der Reeder, der Banken und der Politik.

    Zudem sollen Antworten zur Digitalisierung und Automatisierung in den Häfen, die Finanzierung der Infrastruktur, Ladungsbefestigungsarbeiten von Seeleuten in den Häfen und die Änderung der Hafenverordnungen der norddeutschen Länder beleuchtet werden.

    Der ver.di-Bundesfachgruppenleiter Maritime Wirtschaft Torben Seebold hierzu: „Mit der heutigen Veranstaltung gehen wir einen wichtigen Schritt Richtung einer Neuorientierung der nationalen Schifffahrtspolitik. Wir werden die Beschäftigungswirkung der aktuellen maritimen Subventionspolitik zeitnah bewerten und die richtigen politischen Rückschlüsse daraus ziehen.“

     

    Für Rückfragen: Christian Schadow, Tel.: 030/6956-2622

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
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