Pressemitteilungen

    ver.di: Rechtslage erlaubt nicht die Öffnungvon Bank- und Sparkassenfilialen …

    ver.di: Rechtslage erlaubt nicht die Öffnungvon Bank- und Sparkassenfilialen am Neujahrstagfür den allgemeinen Publikumsverkehr

    10.12.2001

    Am Neujahrstag ist die Öffnung von Bank- und Sparkassenfilialen nicht zulässig. Rechtslage ist eine von den Bundsländern erlassene Allgemeinverfügung. Darauf hat am 9. Dezember die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hingewiesen.

    "Für den eiligen Euro-Bedarf stehen aber bereits am 1. Januar bei den Kreditinstituten überall Geldautomaten mit der neuen Währung zur Verfügung”, erklärte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Hinrich Feddersen in Berlin. Außerdem könne in den ersten zwei Monaten des Jahres 2002 in Geschäften und Gaststätten mit D-Mark bezahlt werden.

    "Die Forderung einzelner Banken und Sparkassen nach Schalteröffnung am Neujahrstag entspringt offensichtlich weniger einer akuten Bedarfslage auf Kundenseite als vielmehr dem Wunsch nach Werbeaktionen auf dem Rücken der Beschäftigten", unterstrich der Gewerkschafter.

    Feddersen verwies in diesem Zusammenhang auf ein Schreiben des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik an den Zentralen Kreditausschuss. Darin wird die sogenannte "Allgemeinverfügung" der Bundesländer als gültige Rechtsgrundlage erläutert, nach der eine Beschäftigung von Bank- und Sparkassenangestellten an Sonn- und Feiertagen nur möglich wäre, wenn es beim Start des Euros zu unvorhersehbaren Ereignissen käme. Darunter falle jedoch nicht eine durch "aggressive Werbung selbstgeschaffene Bedarfslage".

    Feddersen: "ver.di steht zu der besonderen Herausforderung einer reibungslosen Euro-Einführung, welche die Bankangestellten enorm belasten wird, aber nicht überfordern darf." Deshalb dürften am 1. Januar und den folgenden zwei Sonntagen nur ein Notdienst für Automatenfüllung und die Euro-Versorgung bestimmter Geschäftskunden eingerichtet werden.


    Pressekontakt

    Harald Reutter ver.di-Bundesvorstand Potsdamer Platz 10 10785 Berlin Tel.: 030/6956-1010 bis -1017 Fax: 030/6956-3001 e-mail:pressestelle@verdi.de
    alle Ansprechpartner der Bundespressestelle