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    AOK-Tarifrunde 2018: Tarifergebnis in der 3. Verhandlungsrunde nach Warnstreiks erreicht

    23.02.2018

    Für die 55.000 Beschäftigten der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) konnte am Abend in Berlin ein bundesweiter Tarifabschluss zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und den Arbeitgebern erreicht werden. Die Vergütungen werden um 5,6 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten erhöht. Diese sind aufgeteilt für 2018 um drei Prozent rückwirkend zum 1. Januar 2018 und für 2019 um weitere 2,6 Prozent. Ergänzend wird stufenweise bis 2019 die Zuwendung (das Weihnachtsgeld) von 95 Prozent eines Monatsgehaltes auf 100 Prozent angehoben. Die Zeitzuschläge für Nacht- und Samstagsarbeit werden ab sofort auf 20 Prozent je Stunde erhöht (bisher 1,28 Euro bzw. 0,64 Euro je Stunde). Der bestehende jährliche Gesundheitszuschuss wurde um 25 Prozent auf 100 Euro jährlich erhöht.

    „Dies ist ein Tarifabschluss, der sich sehen lassen kann. Damit konnte nicht nur eine Reallohn-Steigerung erreicht werden. Er ist auch der wirtschaftlichen Lage angemessen,“ so Gabriele Gröschl-Bahr, im Bundesvorstandsmitglied zuständig für die Sozialversicherung. Eine besondere Anforderung der Auszubildenden war die Forderung von bisher 27 Tagen nach 30 Tagen Urlaub im Jahr. „Ab 2018 gibt es jetzt auch für Azubis 30 Urlaubstage sowie eine Regelung zur unbefristeten Übernahme nach der Ausbildung“, sagte Gröschl-Bahr. Im Hinblick auf die massiven Auswirkungen der Digitalisierung bei den Krankenkassen wurde im Rahmen dieser Entgeltverhandlungen die Aufnahme von gesonderten Tarifverhandlungen zu diesem Thema vereinbart.

    Mit einer Forderung von 6 Prozent Erhöhung der Entgelte, Laufzeit 12 Monate, 100 Prozent Zuwendung und 30 Tage Urlaub für die Auszubildenden starteten im Dezember 2017 die Tarifverhandlungen mit der Tarifgemeinschaft AOK. Nachdem die Arbeitgeber nur geringe Erhöhungen in ihr Angebot aufgenommen hatten, waren in der vergangenen Woche die Warnstreiks in einer ersten Welle im Süden der Republik (Bayern und Baden-Württemberg) mit rund 2.000 Teilnehmer/innen gestartet worden. In der dritten Verhandlungsrunde konnte der Tarifabschluss erreicht werden.

    Bereits am kommenden Dienstag startet die Mitgliederbefragung zur Annahme des Tarifergebnisses. Die Erklärungsfrist endet am 4. April 2018.

    Pressekontakt

    Daniela Milutin
    ver.di-Bundesvorstand
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