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    Tarif- und Besoldungsrunde der Länder: Warnstreiks werden fortgesetzt …

    Tarif- und Besoldungsrunde der Länder: Warnstreiks werden fortgesetzt – auch kommende Woche Arbeitsniederlegungen geplant

    02.02.2017

    In der laufenden Tarif- und Besoldungsrunde der Länder sind die Warnstreiks am Donnerstag (2. Februar 2017) fortgesetzt worden. Auch in der kommenden Woche werden Länderbeschäftigte zu Warnstreiks und Aktionen aufgerufen, teilte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mit.

    Am Donnerstag beteiligten sich an den Arbeitsniederlegungen unter anderem Pädagogen und Schulpersonal in Hamburg. In Schleswig-Holstein ist der Landesbetrieb Straßenbau in die Warnstreiks einbezogen, in Niedersachsen beteiligen sich die Straßenwärter. Zudem findet in Erfurt eine Protestkundgebung statt. Am Freitag ist darüber hinaus eine Aktion von Beamtinnen und Beamten in Schwerin geplant.
    Für die kommende Woche sind Warnstreiks unter anderem in Baden-Württemberg angekündigt. Dort wollen am Dienstag Beschäftigte aus verschiedenen Landeseinrichtungen die Arbeit niederlegen. Auch in anderen Bundesländern sind weitere Warnstreiks möglich.

    ver.di fordert für die Tarifbeschäftigten und Auszubildenden im öffentlichen Dienst der Länder (ohne Hessen) Verbesserungen im Gesamtvolumen von sechs Prozent. Darin enthalten sind unter anderem ein Sockel- oder Mindestbetrag als soziale Komponente, die Einführung der Stufe 6 in den Entgeltgruppen 9 bis 15 und strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Auszubildende sollen eine um 90 Euro höhere Vergütung und mehr Urlaub erhalten. Außerdem soll die Übernahme nach der Ausbildung verbindlich geregelt werden. Ferner sollen die schulischen Ausbildungsgänge, etwa in den Gesundheitsberufen, in die Tarifverträge einbezogen werden. Darüber hinaus fordert ver.di den Ausschluss sachgrundloser Befristungen im öffentlichen Dienst. Das Tarifergebnis soll zeit- und wirkungsgleich auf Beamtinnen und Beamte sowie die Versorgungsempfänger übertragen werden. Insgesamt sind von der Tarif- und Besoldungsrunde 2,2 Millionen Beschäftigte betroffen.


    Hinweis an die Redaktionen:
    Weitere Einzelheiten zu Warnstreiks und Aktionen in den Bundesländern finden Sie unter http://tinyurl.com/hxnbe5h 

    Pressekontakt

    Jan Jurczyk
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