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    ver.di fordert Erhalt und Weiterentwicklung der Strahlenforschung in Deutschland

    05.03.2003

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    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert heute in einem Schreiben an Bundesminister Jürgen Trittin, den Stellenabbau in der Strahlenforschung zu stoppen und zusätzliche Projektstellen zu schaffen. „ver.di setzt sich ausdrücklich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Strahlenforschung in Deutschland ein, da ein „Ausstieg“ zwangsläufig zu einem erheblichen Verlust von Grundlagenwissen und Einfluss in den internationalen Gremien führt,“ betont Christian Zahn, im ver.di-Bundesvorstand u. a. zuständig für Arbeits- und Gesundheitsschutz.

    Strahlenschutz habe vor allem das Ziel, Mensch und Umwelt vor den Folgen künstlicher und natürlicher Strahlung zu schützen. Das betreffe nicht nur die ionisierende Strahlung, sondern auch elektromagnetische Felder wie beispielsweise Radar, Mikrowellen, Mobilfunk und natürliche Strahlung in der Luftfahrt, in Solarien und beim Sonnenbad.
    Vor dem Hintergrund des Ausstiegs aus der Kernenergie ist an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen im Bereich der Strahlenforschung ein Rückgang zu beobachten. Das hat zu einer Kürzung der Personal- und Sachkosten geführt, wichtige Forschungsprogramme mussten zurückgeschraubt werden. Auch das Interesse von Wissenschaftlern und Studenten an der Strahlenforschung geht aufgrund fehlender beruflicher Perspektiven zurück. Das wiederum wird einen Mangel an wissenschaftlichem Nachwuchs zur Folge haben.

    Erhard Ott, im ver.di-Bundesvorstand zuständig für den Bereich Energie weist darauf hin, dass der Erhalt und die Weiterentwicklung einer modernen Strahlenforschung vor allem in der medizinischen Therapie und Diagnostik wichtig sei. Auch bei Betrieb und Demontage kerntechnischer Anlagen, in allen Fragen des Transportes und der Endlagerung radioaktiver Materialien sowie bei der Bewertung der Folgen elektromagnetischer und natürlichen Strahlenbelastungen sei die Strahlenforschung von großem Nutzen.



    Für Rückfragen: Dr. Horst Riesenberg-Mordeja 0170/5749449

    Pressekontakt

    Harald Reutter ver.di-Bundesvorstand Potsdamer Platz 10 10785 Berlin Tel.: 030/6956-1010 bis -1017 Fax: 030/6956-3001 e-mail:pressestelle@verdi.de
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