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    Fresenius/Helios: Beschäftigte werden für Übernahme der Rhön-Häuser zur Kasse gebeten – ver.di fordert Standort- und Beschäftigungssicherung

    10.10.2013

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bekräftigt ihre Forderung nach einem Beschäftigungs- und Standortsicherungstarifvertrag für Fresenius/Helios im Zusammenhang mit der Übernahme von 43 Rhön-Kliniken und weiteren medizinischen Dienstleistern. Ganz offensichtlich sollen die Beschäftigten jetzt für die ehrgeizigen Expansionspläne zur Kasse gebeten werden. „Eine Finanzierung der Einkaufstour von Fresenius/Helios zulasten von Patienten und Beschäftigten darf es nicht geben. Deshalb fordert die Helios-Tarifkommission einen Tarifvertrag zur Beschäftigungs- und Standortssicherung“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler.

    Zuvor hatten auf einer Sitzung der Helios-Tarifkommission in Berlin Beschäftigte aus verschiedenen Kliniken über einen deutlich verschärften Sparkurs der Konzernleitung berichtet, die sowohl die Arbeitsbedingungen verschlechtern als auch die Patientenversorgung deutlich zu beeinträchtigen drohen. Demnach häuften sich Kündigungen während der Probezeit. Auch würden vermehrt krankheitsbedingte Kündigungen ausgesprochen, befristete Arbeitsverträge würden nicht mehr verlängert, freiwerdende Stellen nicht neu besetzt und an vielen Stellen Kürzungen und weitere Einsparungen angeordnet. In einem Fall sei sogar die Personalbesetzung einer Intensivstation deutlich reduziert worden.

    Zudem würden an vielen Kliniken so genannte „Maßnahmenkataloge“ eingeführt, in denen zum Teil sogar Instandhaltungsstopps verordnet würden. Auch treiben die Sparmaßnahmen bisweilen bizarre Blüten: So seien die vorher in einigen Privat- und Zuschlagsstationen gereichten Fruchtsäfte durch Wasser ersetzt und die Obstauswahl auf Äpfel beschränkt worden.

    Schon jetzt mache die Diskussion um die Einführung einer gesetzlichen Personalbemessung in Kliniken deutlich, dass viele Häuser erheblich unterbesetzt seien. „Wenn bei Fresenius/Helios jetzt noch zusätzlich eingespart werden soll, gerät die Gesundheit von Patienten und Beschäftigen in akute Gefahr“, sagte Bühler.

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