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    Tarifrunde Banken: Beschäftigte machen Druck - ver.di fordert verbessertes Angebot

    11.07.2016

    Mehrere Tausend Beschäftigte aus privaten und öffentlichen Banken sind in der vergangenen Woche dem Streikaufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) gefolgt und haben ihre Forderung nach einem verbesserten Angebot in der vierten Verhandlungsrunde am morgigen Dienstag, 12. Juli 2016, deutlich gemacht.

    "Beschäftigte aus dem gesamten Bundesgebiet haben in der vergangenen Woche mit ihren Arbeitsniederlegungen sehr deutlich gemacht, dass sie über das niedrige Gehaltsangebot ihrer Arbeitgeber wütend sind", betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christoph Meister. Das hätten die Streiks in Niedersachsen, Bremen, in Nordrhein-Westfalen, Hessen, im Saarland, in Bayern und Baden-Württemberg, in Berlin, Brandenburg und Hamburg eindrucksvoll gezeigt. Ungeachtet der beginnenden Ferienzeit in einigen Bundesländern war die Streikbeteiligung überall noch einmal stark erhöht. Viele Filialen seien in diesen Tagen wegen der starken Streikbeteiligung geschlossen geblieben.

    Das Angebot der Arbeitgeber aus der dritten Verhandlungsrunde sei eine "Mogelpackung". Es würde über eine Laufzeit von 36 Monaten bei fünf Nullmonaten umgerechnet nur minimale Lohnsteigerungen von 0,85 Prozent pro Jahr vorsehen und sei damit inakzeptabel, so Meister.
    "Wir erwarten, dass die Arbeitgeber morgen endlich ein deutlich verbessertes Angebot vorlegen, über das man verhandeln kann und das den Beschäftigten und ihrer anspruchsvollen Arbeit den ihnen zustehenden Respekt zollt."

    Die Beschäftigten der privaten und öffentlichen Banken dürften nicht von der allgemeinen Gehaltsentwicklung abgekoppelt werden. In zahlreichen Branchen hätten sich die Beschäftigten im ersten Halbjahr ordentliche tarifvertragliche Gehaltssteigerungen gesichert. Auch für die Mehrheit der Beschäftigten in der Kreditwirtschaft gebe es Tarifabschlüsse, zum Teil mit Gehaltssteigerungen von deutlich mehr als zwei Prozent, erklärte der ver.di-Verhandlungsführer.
     
    ver.di fordert für die rund 230.000 Beschäftigten des privaten und öffentlichen Bankgewerbes 4,9 Prozent mehr Gehalt. Das Ergebnis soll auch für Beschäftigte mit außertariflicher Bezahlung übernommen werden. Für die Auszubildenden fordert ver.di neben einer Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 80 Euro auch eine Übernahmegarantie im Anschluss an den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung.

    Die Verhandlungen werden am 12. Juli 2016 in Wiesbaden fortgesetzt.


    Für Rückfragen: Jan Duscheck, Bundesfachgruppenleiter Bankgewerbe, Tel.: 0160-6166687

    Aktuelle Informationen sowie Hintergrundmaterial finden Sie auch im Pressebereich der Kampagnenseite zur Tarifrunde: www.tarifrunde-banken.de

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
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