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Nordseeanrainer: Hafengewerkschaften koordinieren Aktivitäten – Für bessere Arbeitsbedingungen und Beschäftigungssicherheit

28.08.2015

Gewerkschaften aus Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien, die Hafenarbeiter in den wichtigsten Seehäfen der Nordseeanrainerstaaten („Nordrange“) vertreten, haben sich in Rotterdam auf eine engere Kooperation verständigt und den Koordinierungsausschuss für die Nordrange-Hafengewerkschaften gegründet. Damit sollen künftig kollektive Zielvereinbarungen verfolgt, eine gemeinsame Herangehensweise zum Thema Automatisierung herausgearbeitet und gemeinsam gegen die negativen Folgen von Überkapazitäten vorgegangen werden.

„Die vertretenen Häfen haben sich sehr ähnlichen Herausforderungen zu stellen und das Gleiche gilt für ihre Arbeiter”, sagte Torben Seebold, Bundesfachgruppenleiter Häfen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). „Die Gewerkschaften im Nordrange blicken auf eine lange Tradition der Solidarität zurück, die bis zu den Kämpfen gegen die beiden EU-Hafenpakete zurückreicht. Jetzt haben wir uns dazu entschlossen, die zwischen uns bestehenden Beziehungen weiter zu vertiefen und eine gemeinsame Art des Umgangs mit Themen wie Überkapazität und Automatisierung zu finden, die sich negativ auf die Arbeitsbedingungen und die Beschäftigungssicherheit unserer Mitglieder auswirken können.”  

Ein weiterer Schwerpunkt der Diskussionen war der weltweit agierende Hafenbetreiber DP World, der in den meisten großen Häfen im Nordrange vertreten ist. Die Gewerkschaften wiesen darauf hin, dass eine Einigung bei DPW Rotterdam erst nach einer Streikaktion erzielt werden konnte. Gleichzeitig setzten sich die Schwierigkeiten nun beim Abschluss eines Tarifvertrags bei DPW London fort. Die Gewerkschaften sicherten sich in dieser Auseinandersetzung ihre gegenseitige Unterstützung zu. „Wir legen sehr großen Wert auf, einen Vertragsabschluss, der zu einer Anhebung der für Dockarbeiter geltenden Standards führt und die Arbeitgeber davon abhält, die für unsere Gewerkschaftsmitglieder geltenden Arbeitsbedingungen zu drücken”, erklärte Seebold.

Zudem erklärten die Nordrange-Gewerkschaften ihre Solidarität mit den Kollegen in Australien und Indonesien, die derzeit in Auseinandersetzungen mit dem globalen Netzwerkterminalbetreiber Hutchison Port Holdings verwickelt sind.


Hinweis: Die kooperierenden Gewerkschaften sind ACV Transcom, BTB-ABVV, Syndicat des Dockers du Port du Havre, ver.di, FNV Havens und Unite the union
Weitere Informationen: Torben Seebold 0170/8537395

Pressekontakt

Jan Jurczyk
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
Fax: 030/6956-3001
E-Mail: pressestelle@verdi.de
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