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    2.061.198 Mitglieder: ver.di legt in wichtigen Branchen zu

    2.061.198 Mitglieder: ver.di legt in wichtigen Branchen zu

    10.01.2013

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hatte zum Jahresende 2012 insgesamt 2.061.198 Mitglieder. Das sind 9.792 beziehungsweise 0,47 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Im Jahresverlauf traten 118.602 Mitglieder neu in die Gewerkschaft ein, 12.861 mehr als 2011. „Mit der geringsten Zahl an Austritten seit ver.di-Gründung verzeichnen wir 2012 das Jahr mit der bislang besten Mitgliederentwicklung. Die Trendwende ist noch nicht geschafft, aber sie kommt in Sicht“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Mittwoch in Berlin. „Das Ergebnis ist Ansporn für die ganze Organisation, ver.di trotz schwieriger Rahmenbedingungen gerade in prekären Branchen zur wachsenden Gewerkschaft zu machen.“

    Insgesamt schlossen wie im Vorjahr fünf Fachbereiche mit einem absoluten Mitgliederzuwachs ab, der Fachbereich 3 (Gesundheit, soziale Dienste, Wohlfahrt, Kirchen), der Fachbereich 5 (Hochschule, Wissenschaft, Forschung), der Fachbereich 11 (Verkehr), der Fachbereich 2 (Ver- und Entsorgung) sowie der Fachbereich 7 (Gemeinden). Zwei Landesbezirke, Baden-Württemberg und Niedersachsen/Bremen, verzeichneten ein Mitgliederplus.

    Die Gesamtzahl der jugendlichen Mitglieder (unter 28 Jahre) lag 2012 mit 108.746 erneut über der Zahl des Vorjahres (2011: 103.414), der Anteil der jungen Mitglieder stieg damit von 4,99 auf 5,28 Prozent. Der Anteil der Seniorinnen und Senioren lag bei 16,49 Prozent.

    Obwohl im Laufe des Jahres allein bei Schlecker mehrere tausend Mitglieder ihren Arbeitsplatz verloren, verzeichnet ver.di auch 2012 bei den erwerbstätigen Mitgliedern mehr Eintritte (114.647) als Austritte (82.738). Damit liegt der Anteil der erwerbstätigen Mitglieder stabil über 75 Prozent. Mehr als die Hälfte aller ver.di-Mitglieder (50,93 Prozent) sind weiblich.

    Erneut besser als geplant entwickelten sich die Beitragseinnahmen. Sie waren im vergangenen Jahr mit rund 423,47 Millionen Euro um fast 8,2 Millionen Euro höher als 2011.