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    Universaldienst: ver.di kritisiert Versuche der Deutschen Post AG, auf werktägliche Zustellung zu verzichten

    03.09.2017

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wendet sich entschieden gegen Versuche der Deutschen Post, die über den Universaldienst definierte Verpflichtung zur werktäglichen Zustellung von Briefsendungen zu unterlaufen. „Der Briefmarkt in Deutschland ist ausgesprochen stabil. Das liegt auch an den von der Politik hoch gesetzten Qualitätsanforderungen, wonach es eine werktägliche Zustellung geben muss und 80 Prozent der Briefe ihre Empfänger am nächsten Tag erreicht haben müssen. Wenn die Deutsche Post AG nun Kunden anbietet, auf diese Dienstleistung verzichten zu wollen, untergräbt sie die Auflagen einer flächendeckenden Grundversorgung und sägt an dem Ast, auf dem sie sitzt“, kritisierte die stellvertretende ver.di-Vorsitzende Andrea Kocsis.

    Anlass der Mahnung der Gewerkschaft sind Medienberichte, nach denen die Deutsche Post AG damit begonnen habe, Kunden drei verschiedene Liefermodelle anzubieten: Anstelle einer werktäglichen Zustellung können sie sich entscheiden, ihre Briefe nur noch an fünf, drei oder gar einem Tag in der Woche zu erhalten.

    „Während sich die beiden großen Parteien CDU und SPD gerade auch vor dem Hintergrund der Digitalisierung in ihren aktuellen Wahlprogrammen für eine flächendeckende, schnelle und erschwingliche Postversorgung der Bevölkerung mit Briefen und Paketen einsetzen, macht sich die Deutsche Post AG offenbar in die entgegengesetzte Richtung auf den Weg“, sagte Kocsis. Sie gefährde so einen wichtigen Bestandteil der Infrastruktur und damit auch die Arbeitsplätze ihrer Beschäftigten. Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern würden zeigen, dass eine Verringerung der Zustellfrequenz und die damit einhergehenden längeren Laufzeiten postalische Dienstleistungen unattraktiv machen würde.

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