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    Arbeitsplatz Krankenhaus: ver.di-Tarifkonferenz beschließt Eckpunkte …

    Arbeitsplatz Krankenhaus: ver.di-Tarifkonferenz beschließt Eckpunkte für besseren Gesundheitsschutz

    12.09.2011

    Mit veränderten Zuschlägen für zusätzliche Arbeitszeit, neuen Mindestbesetzungsregelungen, anderen Rahmenbedingungen für den Springer-Einsatz, verbindlichen Überlastungsanzeigen, besserer Ausbildung und einem Fortbildungsanspruch will die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) die Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern nachhaltig verbessern. Einen entsprechenden Eckpunktekatalog hat die Konferenz der ver.di-Tarifkommissionen beschlossen.

    In den vergangenen Jahren sei die Arbeitsbelastung in Krankenhäusern immer größer geworden. Mittlerweile habe die Belastung der Beschäftigten jedes erträgliche Maß überschritten. Leider seien viele Arbeitgeber nicht in der Lage oder willens, die Arbeitsbedingungen zu verbessern. „Das müssen die Beschäftigten selbst in die Hand nehmen. Deswegen kämpfen wir für einen tariflichen Gesundheitsschutz und gute Arbeitsbedingungen. Die Arbeit im Krankenhaus darf nicht länger krank machen“, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Ellen Paschke.

    Dem Beschluss zufolge sollen die Zuschlagsregelungen für Überstunden und außerplanmäßige Einsätze so gestaltet werden, dass Arbeitgeber einen materiellen Anreiz erhalten, zusätzliches Personal einzustellen. Gleiches gilt für Mindestbesetzungsregeln, die beispielsweise für Nacht- und Wochenenddienste nicht weniger als zwei examinierte Fachkräfte pro Spätschicht vorsehen sollen.

    Auch soll ein Anspruch der Auszubildenden auf gute, im Dienstplan berücksichtigte Praxisanleitung festgeschrieben werden. Der Beschluss sieht ferner die Umgestaltung von Rahmenbedingungen und die Zahlung einer Zulage von 333 Euro für den Einsatz als Springer vor. Geregelt werden soll nach dem Willen der Konferenz zudem ein verbindlicher Umgang mit Überlastungs-/Gefährdungsanzeigen sowie ein Fortbildungsanspruch von fünf Tagen.

    Die Eckpunkte würden nun in den nächsten sechs bis acht Wochen in den Krankenhäusern zur Diskussion gestellt und anschließend die Grundlage für entsprechende Tarifforderungen bilden, kündigte Paschke an.

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