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    E.ON-Tarifverhandlungen ergebnislos beendet

    E.ON-Tarifverhandlungen ergebnislos beendet

    15.01.2013

    Die Tarifverhandlungen von E.ON mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der IG BCE sind heute in Hannover ergebnislos beendet worden. Die Arbeitgeber hatten zuletzt Entgelterhöhungen von 1,7 Prozent für eine Laufzeit von zwölf Monaten angeboten. Zudem verweigerten sie Verbesserungen bei den Übernahmeregelungen für die Auszubildenden und die Verlängerung der Regelungen zur Sicherung der Tarifbindung bei Ausgründungen von Tochterfirmen.

    „Es ist nicht hinnehmbar, dass E.ON den Beschäftigten trotz guter Ertragslage ein reales Minus zumuten will. Die Arbeitgeber provozieren damit eine Auseinandersetzung, wie es sie in der Energiewirtschaft lange nicht gegeben hat“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Volker Stüber am Dienstag. Die Verhandlungskommission werde der Großen Tarifkommission morgen, Mittwoch, empfehlen, die Tarifverhandlungen für gescheitert zu erklären. „Die Arbeitgeber müssen sich dann auf einen regulären Arbeitskampf einstellen“, betonte Stüber.

    ver.di fordert für die rund 30.000 Beschäftigten und die Auszubildenden im E.ON-Konzern unter anderem Vergütungserhöhungen von 6,5 Prozent für ein Jahr sowie die Übernahme aller Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss für mindestens zwölf Monate. Zudem sollen mindestens 250 Auszubildende nach erfolgreichem Abschluss ab 2015 unbefristet übernommen werden. Eine unbefristete Übernahme will ver.di auch für die Jugend- und Auszubildendenvertreter sowie schwerbehinderte Auszubildende erreichen. ver.di führt die Tarifverhandlungen gemeinsam mit der IG BCE in der „Tarifgemeinschaft Energie“.