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    ver.di kritisiert die Rolle von Axel Springer bei der Schließung des Prinovis-Werks in Itzehoe

    28.02.2013

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Rolle von Axel Springer bei der geplanten Schließung der Prinovis-Druckerei in Itzehoe scharf kritisiert. „Axel Springer hat diese Schließung mit beschlossen, ist aber nicht bereit, auch nur einen Cent für die Folgen aufzubringen. Selten hat man ein Unternehmen erlebt, das so dreist für seine Handlungen nicht einsteht und die Verantwortung für das eigene Handeln auf andere abwälzt“, sagte ver.di-Vize Frank Werneke.

    Am 6. Februar hatte das Management von Prinovis die für Sommer 2014 geplante Schließung der Druckerei in Itzehoe den Beschäftigten gegenüber verkündet. Betroffen sind insgesamt mehr als 1.000 Beschäftige, davon mehrere Hundert Leiharbeiter und Beschäftigte von Werkvertragsunternehmen. Prinovis ist ein Joint-Venture von Bertelsmann und Axel Springer. Axel Springer ist zu 25,1 Prozent Minderheitsgesellschafter. „Bertelsmann hat die Federführung, aber Axel Springer hat zugestimmt – nun muss auch dieser reiche Konzern für die Folgen einstehen“, unterstrich Werneke.

    Werneke begrüßte die Resolution der Betriebsversammlung bei Prinovis Ahrensburg, der ehemaligen Springer-Tiefdruckerei. „Unvorstellbar, Axel Springer würde sich auf Verträge mit Prinovis berufen, wenn es sich um die ehemalige Springer-Tiefdruckerei in Ahrensburg handelte“, so Werneke. Die Resolution der Beschäftigten bei Prinovis Ahrensburg bringe es auf den Punkt: „Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen, sich nicht davon stehlen – das ist das, was Anstand und Fairness gebieten“, forderte der ver.di-Vize.

    In einer Resolution hatten sich die Beschäftigten von Prinovis Ahrensburg am 28. Februar mit der Forderung an Friede Springer und den Vorstand von Axel Springer gewandt: „Stehen Sie ein für das, was Sie getan haben – stehlen Sie sich nicht davon!“ Sie erklärten zugleich ihre Unterstützung für ihre Kolleginnen und Kollegen in Itzehoe.