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    Tarifrunde öffentlicher Dienst: Warnstreiks massiv ausgedehnt

    Tarifrunde öffentlicher Dienst: Warnstreiks massiv ausgedehnt

    10.04.2018

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat am heutigen Dienstag (10. April 2018) die Warnstreiks im Rahmen der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen massiv ausgedehnt. Rund 60.000 Beschäftigte befanden sich heute in insgesamt acht Bundesländern im Warnstreik. Auch in der Zeit von Mittwoch bis Freitag wird es bundesweit verstärkt zu Arbeitsniederlegungen in zahlreichen Bereichen und Einrichtungen des öffentlichen Dienstes kommen.

    Hintergrund ist die anstehende dritte Verhandlungsrunde, die ab Sonntag, dem 15. April in Potsdam stattfindet. „Bislang blockieren und mauern die Arbeitgeber. Es gibt nach zwei Verhandlungsrunden noch kein Angebot. Diese Mauer wollen wir endlich durchbrechen“, betonte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Er erwarte von den Arbeitgebern in der dritten Verhandlungsrunde endlich Bewegung.

    ver.di hatte heute Beschäftigten in Berlin, Brandenburg, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, um Druck auf die Arbeitgeber auszuüben. Schwerpunkt waren die Streiks an den Flughäfen Frankfurt/Main, München, Köln und Bremen. Ein weiterer Schwerpunkt lag in Nordrhein-Westfalen, wo unter anderem der öffentliche Personennahverkehr, der gesamte Bereich der kommunalen Betriebe sowie zahlreiche Bundeseinrichtungen bestreikt wurden.

    ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Darüber hinaus fordert ver.di eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat. Außerdem sollen Auszubildende nach einem erfolgreichen Abschluss verpflichtend übernommen werden.

    Die nächste Verhandlungsrunde findet vom 15. bis zum 17. April in Potsdam statt.


    Hinweis für die Redaktionen: Weitere detaillierte Hinweise für die Warnstreiks in den einzelnen Bundesländern finden Sie in den Presseerklärungen der jeweiligen ver.di-Landesbezirke: https://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/landespressemitteilung

    Frank Bsirske wird am Mittwoch, dem 11. April gegen 8:30 Uhr bei einer Kundgebung in Mannheim und gegen 10:30 Uhr in Ludwigshafen zu den Beschäftigten sprechen.

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
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