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    Internationaler Frauentag 2017: Gute Arbeit 4.0 für Frauen

    Internationaler Frauentag 2017: Gute Arbeit 4.0 für Frauen

    07.03.2017

    „Wir müssen den digitalen Wandel nutzen, um Frauen neue Chancen zur Teilhabe am Arbeitsmarkt zu bieten“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) mache sich auch am Internationalen Frauentag stark für die eigenständige Existenzsicherung von Frauen. „Wir fordern gute Arbeit 4.0 für Frauen. Sie müssen auf sichere berufliche Perspektiven durch Qualifizierung und lebensbegleitendes Lernen bauen und ihre Arbeitszeiten mitbestimmen können.“ Auch die frauentypischen Dienstleistungsberufe seien von der Digitalisierung betroffen.

    „In der Pflege arbeiten Beschäftigte immer öfter mit neuen Hebe- und Trägersystemen, in der Verwaltung ist softwaregesteuerte Produktions- oder Terminplanung längst an der Tagesordnung“, so Nutzenberger. Zudem steige der Anteil der Beschäftigung in bisher frauentypischen Berufen beispielsweise in den Bereichen Bildung, Erziehung, Gesundheit und Pflege ständig, erläutert Nutzenberger. Der sich wandelnde Arbeitsalltag erfordere neue Kenntnisse und Fähigkeiten auf Seiten der Beschäftigten.

    „Damit sie den digitalen Wandel für sich nutzen und auf eine gute berufliche Per-spektive bauen können, brauchen wir mehr und bessere Weiterbildungsangebote – auch für Frauen.“ Weil sie oft in Teilzeit arbeiten oder eine Kinderbetreuung fehlt, nehmen Frauen heute seltener an Weiterbildungsprogrammen teil als ihre männlichen Kollegen. „Das muss sich ändern“, fordert die Gewerkschafterin.

    Neue Formen des Arbeitens, wie Home-Office und mobiles Arbeiten, würden Beschäftigten die Chance bieten, das Arbeitsleben besser an private Bedarfe anzupassen. Davon könnten insbesondere Beschäftigte mit Familien profitieren. „Wir müssen aber auch dafür sorgen, dass die Grenzen zwischen Privatem und Berufsleben nicht weiter verwischen. Deshalb ist ein Recht auf Log off so wichtig“, erklärt Nutzenberger. Gute Arbeit 4.0 bedeute, dass die Beschäftigten mitentscheiden, wann, wie und wo sie ihre Arbeitszeit gestalten. „Dabei muss eine partnerschaftliche Verteilung von Erwerbsarbeit und Sorgearbeit im Fokus stehen, damit Frauen nicht die Verliererinnen der Digitalisierung werden können“, fordert das ver.di-Bundesvorstandsmitglied.

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
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