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Mindestlohn in der Abfallwirtschaft wird erhöht

02.06.2015

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat sich mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) und dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e.V. (BDE) auf die Verlängerung und die Erhöhung des Mindestlohns in der Abfallwirtschaft geeinigt. Danach wird der Mindestlohn ab 1. Juli 2015 auf 8,94 Euro pro Stunde sowie auf 9,10 Euro pro Stunde ab dem 1. Januar 2016 erhöht. Die Allgemeinverbindlichkeit wird umgehend beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales beantragt.
 
„Damit ist es uns nicht nur gelungen, für die Beschäftigten der Entsorgungsbranche weiterhin einen eigenständigen Mindestlohn zu erhalten“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Andreas Scheidt. „Wir haben den Stundenlohn auch noch erhöhen können. Das ist eine gute Nachricht für die Beschäftigten.“

Der Mindestlohn habe sich in der Branche fest etabliert und sorge für die Einhaltung von Mindeststandards, erklärt das ver.di-Bundesvorstandsmitglied. Vom Mindestlohn profitieren weiterhin rund 20.000 Beschäftigte in der Branche. Diese haben nunmehr wieder die Sicherheit, einen ordentlichen Lohn für ihre körperlich anstrengende Arbeit zu erhalten. Der zuvor festgesetzte Mindestlohn läuft zum 30. Juni 2015 aus.

„Der Mindestlohn ist weiterhin ein notwendiges Instrument für die Branche, in der immer noch zu viele Unternehmen auf Lohndumping setzen, um sich so Wettbewerbsvorteile zu verschaffen“, so Scheidt weiter. „Um in der Branche der privaten Abfallwirtschaft tatsächlich faire und vergleichbare Bedingungen zu schaffen, ist eine Steigerung der Tarifbindung dringend notwendig.“ Dabei sei insbesondere der BDE aufgefordert zu handeln.

Pressekontakt

Martina Sönnichsen
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
Fax: 030/6956-3001
E-Mail: pressestelle@verdi.de
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