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    E.ON: Urabstimmung für unbefristete Streiks angelaufen

    E.ON: Urabstimmung für unbefristete Streiks angelaufen

    28.01.2013

    Im Tarifkonflikt der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und der IG BCE mit dem Energiekonzern E.ON hat heute morgen die Urabstimmung über unbefristete Streiks begonnen. „Mit der Absicht, den Beschäftigten reale Einkommensverluste zumuten zu wollen, steuert der Konzern geradewegs auf eine Auseinandersetzung zu, die es in dieser Schärfe in der privaten Energiewirtschaft noch nicht gegeben hat“, sagte ver.di-Verhandlungsführer Volker Stüber am Montag.

    Bis Freitag früh sind die Beschäftigten in den Unternehmen des E.ON-Konzerns aufgerufen, über die Einleitung eines unbefristeten Streiks zu entscheiden. Dazu ist eine Zustimmung von mindestens 75 Prozent erforderlich.

    Die Tarifgemeinschaft Energie, in der ver.di und die IG BCE zusammengeschlossen sind, fordert für die rund 30.000 Beschäftigten und die Auszubildenden in den Unternehmen des E.ON-Konzerns Einkommensverbesserungen von 6,5 Prozent für ein Jahr. Die Arbeitgeber hatten in der dritten Verhandlungsrunde lediglich Entgelterhöhungen von 1,7 Prozent angeboten. Die Große Tarifkommission hatte daraufhin die Verhandlungen für gescheitert erklärt.

    Die Gewerkschaften wollen zudem, dass sämtliche Auszubildende nach erfolgreichem Abschluss für mindestens zwölf Monate übernommen werden. Ab 2015 sollen dann mindestens 250 Auszubildende unbefristet übernommen werden. Die unbefristete Übernahme soll auch für die Jugend- und Auszubildendenvertreter sowie für schwerbehinderte Auszubildende gelten. Zu den weiteren Forderungen gehört, dass die vereinbarte Sicherung der Tarifbindung bei Ausgründung von Tochterfirmen verlängert wird. Auch hier verweigern sich die Arbeitgeber einer Einigung.