Pressemitteilungen

    ver.di kritisiert Personalabbau bei Gruner+Jahr

    ver.di kritisiert Personalabbau bei Gruner+Jahr

    20.06.2013

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert den vom Gruner+Jahr-Vorstand (G+J) angekündigten Personalabbau von rund 200 Beschäftigten.

    „Nach der Schließung der Financial Times Deutschland droht nun die nächste Personalabbauwelle, die als Effizienzprogramm verschleiert wird. Produktentwicklungen und das Entstehen von neuen Bezahl-Angeboten mit gleichzeitig weniger Personal zu stemmen, ist kaum möglich, ohne dass die Qualität auf der Strecke bleibt. Bertelsmann scheint hier die Kostenschraube zu überdrehen und gefährdet die Entwicklung des Verlags in ohnehin schwierigen Zeiten“, unterstrich Frank Werneke, der stellvertretende ver.di-Vorsitzende.

    ver.di werde sich zusammen mit dem Betriebsrat gegen den Personalabbau zur Wehr setzen und vom G+J-Vorstand Aussagen einfordern, unter welchen Arbeitsbedingungen für die Kolleginnen und Kollegen im Verlagshaus die Produktion und Entwicklung der vielfältigen Verlagsangebote gewährleistet werden könne.

    Der Vorstand von Gruner+Jahr hatte auf Personalversammlungen angekündigt, die Zeitschriften und Online-Publikationen neu ordnen zu wollen. Damit soll nach vom Gruner+Jahr-Vorstand nicht kommentierten Presseberichten ein Personalabbau von um die 200 Beschäftigten verbunden sein. Erklärtes Ziel des Vorstands ist es, „mehr Produkte mit weniger Personen“ zu produzieren. Zudem sollen Special-Interest Angebote künftig online und in Mobildiensten als paid-content angeboten werden. Weiterhin plant der Bertelsmann-Konzern aus der Auslandsparte von Gruner+Jahr die prosperierenden Märkte in Indien und China, sowie die erfolgreichen Business-Informationen an sich zu ziehen. Im Hintergrund droht zudem ein Bertelsmann-Zentralisierungsprogramm für IT, Finanz-, Rechnungs- und Personalwesen, das weiteren Stellenabbau nach sich ziehen könnte.