Bühnenteaser

  • Pressemitteilungen : Kategorien

    Handel, Recht

zurück zu Übersicht

Fanden Sie diesen Artikel hilfreich?

ver.di begrüßt BAG-Urteil zugunsten des langjährigen H&M-Betriebsratsvorsitzenden Cosimo Damiano Quinto

15.05.2015

Das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat am Mittwoch (13. Mai 2015) die Kündigung des langjährigen Betriebsratsvorsitzenden des Textilunternehmens Hennes & Mauritz (H&M) in Trier, Cosimo Damiano Quinto, zurück gewiesen. Vorausgegangen war ein Streit um die Frage, ob Cosimo Damiano Quinto bei betrieblichen Konflikten als Einigungsstellenbeisitzer in anderen H&M-Filialen hätte tätig werden dürfen. Der Arbeitgeber hatte unter anderem vorgebracht, diese Arbeit sei eine durch ihn nicht genehmigte Nebentätigkeit, die zudem die Loyalitätspflichten gegenüber dem Arbeitgeber verletze. „Das Urteil stärkt die Arbeit von Betriebsräten und ist ein wichtiges Zeichen für die Rechte der Beschäftigten in Deutschland“, sagte Ulrich Dalibor, Bundesfachgruppenleiter Einzelhandel der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di).

Cosimo Damiano Quinto setzt sich seit Jahren als Betriebsratsvorsitzender der H&M-Filiale Trier, als Mitglied im Gesamtbetriebsrat sowie im europäischen Betriebsrat von H&M mit Nachdruck für familienfreundliche und gesundheitsverträgliche Arbeitsbedingungen bei dem Textilunternehmen ein. Denn bei H&M liegt vieles im Argen: Kettenbefristungen, sogenannte „Stundenlöhner“-Verträge, die nur eine geringe Anzahl von Arbeitsstunden fest zusichern und eine verlässliche ökonomische Lebensplanung unmöglich machen, sowie eine zu geringe Personalbesetzung in den Filialen führen dazu, dass Beschäftigte von H&M unter großem Arbeitsdruck und prekären Arbeitsverhältnissen leiden. Immer wieder verweigert das Unternehmen Verbesserungen in der Personalpolitik und im Gesundheitsschutz und erschwert stattdessen die Arbeit von Betriebsratsmitgliedern.

Die Kündigung, die das Unternehmen gegen das erfahrene Betriebsratsmitglied Cosimo Damiano Quinto angestrengt hatte, ist ein erneutes Zeichen, dass H&M wenig Interesse an einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den Interessenvertretungen der Beschäftigten hat. „H&M ist aufgefordert, das gute Image, dass das Unternehmen nach außen pflegt, auch nach innen zu leben“, sagte Dalibor.

Für Rückfragen:

Ulrich Dalibor, Tel.: 0160-8863156

Cosimo Damiano Quinto, Tel.: 0172-4839978

Pressekontakt

Eva Völpel
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
Fax: 030/6956-3001
E-Mail: pressestelle@verdi.de
alle Ansprechpartner der Bundespressestelle

Fanden Sie diesen Artikel hilfreich?

Möchten Sie diesen Artikel weiterempfehlen?