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    Internationaler Tag gegen Rassismus: ver.di fordert Verbesserung des Schutzes von Beschäftigten vor Diskriminierung in der Arbeitswelt

    20.03.2018

    Einen „effektiven Schutz vor Diskriminierung in der Arbeitswelt“ fordert Romin Khan, Referent für Migrationspolitik beim Bundesvorstand der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) von der neuen Bundesregierung. Aktuelle Untersuchungen der Antidiskriminierungsstelle des Bundes verdeutlichen, dass im Arbeitsleben das Diskriminierungsrisiko am höchsten ist. Fast jeder zweite Befragte mit Diskriminierungserfahrung (48,9 Prozent) gab an, in diesem Bereich in den letzten 24 Monaten nach eigener Wahrnehmung häufig oder gelegentlich Diskriminierung erlebt zu haben.

    Dies betrifft im besonderen Maße Beschäftigte mit Einwanderungsgeschichte und schwarze Menschen in Deutschland. „An vielen Stellen sehen wir, dass Diskriminierung Teilhabe verhindert und Integration nicht vor Rassismus schützt“, so Khan.

    Weitere Untersuchungen zeigten, dass die Chance bei Angabe etwa eines türkischen Nachnamens zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden – trotz gleicher Qualifikation der Bewerber/-innen – um 14 Prozent, bei kleineren Betrieben sogar um 24 Prozent sinke. „Gerade beim Übergang von der Schule in den Beruf werden dadurch vielen Jugendlichen aus eingewanderten Familien Steine in den Weg gelegt“, so Khan weiter.

    „Angesichts dieser Situation fordert ver.di die Bundesregierung auf, eine nachhaltige Antidiskriminierungspolitik und wirksame Strategien gegen Diskriminierung in der Arbeitswelt zu entwickeln“, so Khan anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus, in dessen Rahmen bundesweit über 1.500 Veranstaltungen stattfinden. ver.di veranstaltet dazu ein Gespräch mit Ibrahim Arslan, einem Überlebenden des rassistisch motivierten Anschlags in Mölln vor 26 Jahren. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 21.03.2018, 18:30 Uhr in der ver.di-Bundesverwaltung, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin im Raum 7.A Picasso-Kahlo-Klee statt.

    Pressekontakt

    Daniela Milutin
    ver.di-Bundesvorstand
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