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    ver.di bleibt bei Kritik am Personalabbau bei der Commerzbank

    19.06.2013

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) bleibt bei der Kritik des von der Commerzbank geplanten Stellenabbaus, der nach Ansicht des Vorstands infolge eines Umbaus des Geschäftsmodells erfolgen soll, um die Profitabilität und Zukunftsfähigkeit der Bank zu steigern.

    Die in diesem Zusammenhang kommunizierte Anzahl von über 5.000 Stellen sei nicht nachvollziehbar, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Beate Mensch. Nach Berechnungen der Gewerkschaft seien die in den Verhandlungen zwischen Konzern und Betriebsräten angekündigten Maßnahmen deutlich weniger weitreichend und lägen um die 3.000 Stellen, die bis 2016 sozialverträglich abgebaut werden sollen. Dazu sei ein umfangreiches Gesamtpaket verhandelt worden, das zahlreiche Regelungen zu einer sozialverträglichen Umsetzung enthalte. Auch die Kommunikationsstrategie des Konzerns sei aus Sicht der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nicht erklärbar, betonte die Gewerkschafterin. Sie führte zu erheblicher Verunsicherung bei den Beschäftigten.

    Es sei dem Gesamtbetriebsrat in den Verhandlungen gelungen, gegenüber den Plänen der Geschäftsleitung und dem Stand vom Anfang des Jahres deutliche Verbesserungen zu erzielen. Dennoch sei die Tatsache bitter, dass es zu einem Personalabbau kommen werde. Bezüglich der konzeptionellen Zukunftslösung des Konzerns blieben zudem erhebliche Zweifel und Skepsis, da aus Kostengründen am Personal gespart werde, statt die Qualitätsverbesserung durch mehr Personal voranzutreiben.

    „Personalabbau und Zukunftsfähigkeit passen nicht zusammen, insbesondere wenn Kundengewinnung angestrebt und eine Qualitätsverbesserung des Kundenservices erzielt werden soll“, betont Beate Mensch.

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
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