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    ver.di befürchtet Verkauf und Entlassungen bei T-Systems

    ver.di befürchtet Verkauf und Entlassungen bei T-Systems

    21.01.2018

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) übt angesichts der angekündigten Aufteilung der T-Systems International GmbH in zwei Gesellschaften scharfe Kritik an der neuen Unternehmensleitung. Demnach sollen künftig die Bereiche Telekommunikation und IT voneinander getrennt werden und jeweils als eigenständige Unternehmen agieren. Das hatte der neue CEO am 15. Januar 2018 vor Führungskräften und der Arbeitnehmerbank des Aufsichtsrates angekündigt und am 17. Januar 2018 erstmalig dem Gesamtbetriebsrat und den Beschäftigten der T-Systems mitgeteilt.

    ver.di lehnt die Umstrukturierung ab. Der Bundesfachgruppenleiter für Informationstechnologie Michael Jäkel befürchtet, dass es bei der Trennung der Bereiche nicht bleiben wird und die IT-Abtrennung nahelegt, dass ein Verkauf vorbereitet werde. Jäkel: „Der Plan könnte sein, dass hier eine Art „Bad Bank“ gegründet werden soll, in der die schlechten Risiken gebündelt werden sollen. Es ist wahrscheinlich nicht umsonst so, dass alle wachstumsträchtigen Teile, die unmittelbar auf das Kerngeschäft des restlichen Konzerns ausgerichtet sind, in der anderen GmbH verbleiben sollen.“

    Für ver.di sei nicht einzusehen, warum die beiden Bereiche getrennt werden sollten, wenn die Geschäftsleitung auf der anderen Seite Zusammenarbeit, Vereinfachung und generell bessere Prozesse als Zielbild präsentiere. „Zwei eigenständige GmbHs als der Weisheit letzter Schluss anzukündigen, wenn gleichzeitig Kooperation und Synergien gepredigt werden, das widerspricht sich komplett“, so Jäkel. Die Reibungsverluste, die bei der Zusammenarbeit dieser beiden neuen Unternehmenseinheiten entstünden - die natürlich jeweils eigene Management-Funktionen bekommen würden - „wiegen deutlich schwerer als die Vereinfachung der Steuerung.“ Jäkel wirft der Geschäftsleitung vor, durch die Aufteilung die fehlende Fähigkeit des Managements kaschieren zu wollen, die T-Systems als Ganzes zu steuern.

    Die neue Geschäftsleitung habe die Arbeitnehmervertreter erstmals nicht in Veränderungsprozesse eingebunden. Auch habe bisher kein Aufsichtsrat den Plänen zur Aufspaltung der T-Systems International zugestimmt und kein ver.di-Vertreter seine Zustimmung dazu gegeben, sagt Jäkel, der selber stell-vertretender Aufsichtsratsvorsitzender von T –Systems ist. „Ein Alleingang der T-Systems Geschäftsführung ohne Einbeziehung der Arbeitnehmervertretungen in die Beratungen ist untragbar und wird so nicht akzeptiert“, so Michael Jäkel. Die Gewerkschaft kündigte Proteste gegen die Pläne an.

    Pressekontakt

    Daniela Milutin
    ver.di-Bundesvorstand
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