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    Öffentlicher Dienst: Diese Woche rund 150.000 Beschäftigte im Warnstreik

    13.04.2018

    Rund 150.000 Beschäftigte sind diese Woche dem Warnstreikaufruf der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Rahmen der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst beim Bund und in den Kommunen gefolgt. In der Woche vor Ostern wurden bereits 70.000 Streikende gezählt. Heute, am letzten Streiktag vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde am kommenden Sonntag, beteiligten sich über
    17.000 Beschäftigte in Hessen, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen an den Arbeitsniederlegungen.

    Gestreikt wurde diese Woche in allen Bundesländern. Betroffen waren nahezu alle Bereiche und Einrichtungen des öffentlichen Dienstes des Bundes und der Kommunen: der öffentliche Personennahverkehr, die Müllentsorgung, Kitas, Krankenhäuser, Feuerwehren, kommunale Ämter, zahlreiche Bundeseinrichtungen sowie die Bodenverkehrsdienste an mehreren Flughäfen.

    "Wer die Funktionsfähigkeit der öffentlichen Daseinsvorsorge aufrechterhalten will, der muss dafür sorgen, dass der öffentliche Dienst attraktiv ist und dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Gute Arbeit, gute Löhne, guter öffentlicher Dienst! Das ist die Hauptbotschaft der Streiks diese Woche. Wenn die Arbeitgeberseite das versteht, können wir zu Lösungen kommen. Wenn nicht, sind wir bereit, für unsere Forderungen weiter zu kämpfen", sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Er betonte, dass die Beschäftigten eine hohe Bereitschaft hätten, für ihre Interessen einzustehen. Das hätten die Arbeitsniederlegungen diese Woche beeindruckend gezeigt, so Bsirske.

    Hintergrund der Streiks ist: Nach zwei Verhandlungsrunden hätten sich die Arbeitgeber nicht bewegt. Man habe auf der Stelle getreten, so der ver.di-Vorsitzende. Der Druck aus den Betrieben sei deshalb vor der dritten Verhandlungsrunde unausweichlich gewesen.

    ver.di fordert für die rund 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat. Darüber hinaus fordert ver.di eine Erhöhung der Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat. Außerdem sollen Auszubildende nach einem erfolgreichen Abschluss verpflichtend übernommen werden.

    Am kommenden Sonntag um 14 Uhr startet die dritte Verhandlungsrunde in Potsdam und geht bis voraussichtlich Dienstag, den 17. April 2018.


    Hinweis an die Redaktionen: Detaillierte Hinweise zu den Warnstreiks in den einzelnen Bundesländern fin-den Sie in den Presseerklärungen der ver.di-Landesbezirke: https://www.verdi.de/presse/pressemitteilungen/landespressemitteilung

    Pressekontakt

    Daniela Milutin
    ver.di-Bundesvorstand
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