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Bsirske: Digitale Wirtschaft braucht soziales „Betriebssystem“ – Absicherung der Beschäftigten in den Mittelpunkt rücken

15.03.2016

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) fordert die Bundesregierung auf, angesichts des digitalen Wandels stärker die Beschäftigten in den Mittelpunkt zu rücken. Dazu gehöre es, dem Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen endlich einen Riegel vorzuschieben. „Die digitale Wirtschaft braucht ein soziales ‚Betriebssystem‘, das für Schutz und Sicherheit der Beschäftigten sorgt“, sagte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske am Dienstag. „Ein wesentliches Element beim Schutz vor Prekarisierung ist ein Gesetz gegen den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen. Die Union muss schleunigst ihre Blockade dagegen aufgeben.“

Der digitale Wandel der Wirtschaft müsse dringend sozial ausgestaltet werden, forderte Bsirske. Dazu müssten etwa beschäftigungswirksame Innovationen ebenso wie die Qualifizierung der Beschäftigten gefördert werden. „Wir brauchen darüber hinaus eine soziale Absicherung der Freiberuflichkeit, einen Schutz der Persönlichkeitsrechte von Arbeitnehmern und einen wirksamen Arbeitnehmerdatenschutz“, sagte der ver.di-Vorsitzende. Erforderlich sei zudem eine digitale Infrastruktur, die auch entlegene Regionen erschließe. „Es darf keine Spaltung in Gewinner und Verlierer der Digitalisierung geben“, betonte Bsirske.

Pressekontakt

Jan Jurczyk
ver.di-Bundesvorstand
Paula-Thiede-Ufer 10
10179 Berlin
Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
Fax: 030/6956-3001
E-Mail: pressestelle@verdi.de
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