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    Tarifrunde DAK Gesundheit: Unternehmen will 1.600 Stellen abbauen - Gewerkschaft will Gesamtpaket für die Beschäftigten schnüren

    21.06.2016

    Die DAK Gesundheit will 1.600 Vollzeitstellen abbauen. Das gab der Krankenkassenvorstand heute zu Beginn der Tarifverhandlungen mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) in Berlin bekannt. Die Umstrukturierung einer der größten Ersatzkassen in Deutschland sei notwendig, nachdem das Bundesversicherungsamt die DAK Gesundheit zu dem im Vergleich zweithöchsten Zusatzbeitrag gezwungen habe. Dadurch verlor die Kasse über 180.000 Mitglieder.

    "Wir werden die Tarifverhandlungen nutzen, um möglichst viele der 14.000 Stellen im Unternehmen zu erhalten und, wo das nicht möglich ist, für einen sozialverträglichen Ab- und Umbau zu sorgen", sagte Gabriele Gröschl-Bahr, Mitglied im ver.di-Bundesvorstand und Verhandlungsführerin. Ziel sei es, ein Gesamtpaket im Interesse der Beschäftigten zu schnüren. Die Gewerkschaft gehe ohne eine konkrete Forderung in die Verhandlung. "Das heißt nicht, dass wir uns vom Lohnniveau der Ersatzkassen in Deutschland abhängen lassen", erklärte Gröschl-Bahr. Man wolle sich jedoch "den Rücken frei halten für Regelungen zum Beispiel zur Altersteilzeit, Beurlaubungen ab 55 Jahre oder einen früheren Renteneintritt".

    Die bisherigen Tarifabschlüsse der Ersatzkrankenkassen sowie der AOK liegen auf einem Niveau von 4,5 bis fünf Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten. "Auch das werden wir berücksichtigen müssen. Es ist nicht hinnehmbar, dass die Beschäftigten der DAK auf Gehaltserhöhungen verzichten sollen und gleichzeitig Personal entlassen wird, während bereits jetzt die Inanspruchnahme von freien Tagen abgelehnt wird, weil die Arbeit sich türmt", so die ver.di-Verhandlungsführerin.

    Die geplante Streichung von 1.600 Vollzeitstellen bedeute einen Arbeitsplatzverlust für etwa 2.000 Beschäftigte, da eine große Anzahl teilzeitbeschäftigt ist. Von den Schließungen sollen Bereiche auf allen Ebenen betroffen sein. "Auch darüber wollen wir während der Tarifverhandlungen sprechen", hieß es bei der Gewerkschaft.

     

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