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ver.di FilmUnion will 6 Prozent mehr Geld und Begrenzung der Tagesarbeitszeit auf 12 Stunden

17.10.2013

In der am heutigen 17. Oktober begonnenen Tarifverhandlung mit den Arbeitgebern in der Produzentenallianz fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) für Film- und Fernsehschaffende spürbare Tariferhöhungen von 6 Prozent und Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, die durch sehr lange und belastende Arbeitszeiten an Drehtagen geprägt sind.

Für die rund 23.000 regelmäßig über die oft nur kurze Dauer von Filmproduktionen Beschäftigten sollen die Tagesarbeitszeiten auf 12 Stunden begrenzt und die Zeitkontoregelung sowie die Urlaubsdauer verbessert werden. Zudem soll die Länge der bezahlten Hauptpause von 30 auf 45 Minuten verlängert werden und das Catering dabei zuzahlungsfrei bleiben. Wie in anderen Ländern üblich soll ein Setsprecher oder eine Setsprecherin als zentraler Ansprechpartner oder als zentrale Ansprechpartnerin bei Konflikten benannt werden.

„Gagenerhöhungen und bessere Arbeitsbedingungen sind nötig, damit Filmschaffende von den kurzen Engagements in Filmprojekten leben können und gleichzeitig professionelles Arbeiten ermöglicht wird“, betonte Matthias von Fintel, ver.di-Tarifsekretär für den Medienbereich. Das Hauptproblem in TV- und Kinoproduktionen sei, dass die Budgets und Drehtage von Sendern und Förderern Zug um Zug gekürzt wurden mit der Folge, dass die Einkommen der Filmschaffenden sinken. „Die Arbeit am Drehort sowie in der Vor- und Postproduktion wird unter qualitativen und professionellen Aspekten immer weniger akzeptabel. „Es brennt!“ war beim Filmfest München ein gemeinsamer Hilfeschrei und Appell der Berufsverbände der Filmbranche mit einer spektakulären Aktion. Diesen Appell erneuern wir mit dieser Tarifrunde und richten ihn an Sender und Auftraggeber, für bessere Rahmenbedingungen in fiktionalen und dokumentarischen Filmproduktionen zu sorgen, das müsste letztlich auch im Interesse der Filmproduzenten sein“, unterstrich von Fintel.

ver.di hat zum Verhandlungsbeginn die folgenden Forderungen an die Produzentenallianz gerichtet:

-    Erhöhung der Wochengagen um 6 Prozent oder mindestens 50 Euro, die Gage für Szenenbildner soll um 150 Euro erhöht werden
-    die Maximalarbeitszeit soll von 13 auf 12 Stunden gesenkt werden
-    das Zeitkonto 50/40Plus zum Ausgleich langer Arbeitstage wie zur Einführung des Zeitkontos in 2005
-    Nominierung eines Setsprechers / einer Setsprecherin bei Drehbeginn
-    die tägliche Hauptpause soll auf 45 Minuten verlängert werden, das Catering Zuzahlungsfrei bleiben
-    der Urlaubsanspruch soll auf 0,75 Tage pro Woche erhöht werden
ver.di hat den Tarifvertrag mit der Produzentenallianz zum Ende des Jahres gekündigt. Als zweiter Verhandlungstermin wurde der 13. November in Berlin vereinbart.

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