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    Empörung über Klinikbetreiber

    Empörung über Klinikbetreiber

    16.11.2017

    Nach zwei Streiktagen an der Universitätsklinik Düsseldorf und an den Kliniken Region Hannover zieht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ein gemischtes Fazit. Einerseits sei die Beteiligung an den Streiks erfreulich und sende ein klares Signal an die Arbeitgeber. „Empörend finde ich aber die Vehemenz und Dreistigkeit, mit der die Klinikleitung in Düsseldorf gegen die Beschäftigten vorgeht“, so Sylvia Bühler aus dem ver.di-Bundesvorstand. Die Leitung der Universitätsklinik hatte am Abend vor dem Streik mit einer einstweiligen Verfügung den Streik teilweise gerichtlich untersagen lassen.

    Getrennt von der Tarifbewegung richteten die Beschäftigten mit Aktionen in weiteren Krankenhäusern bundesweit deutliche Appelle an Arbeitgeber und Politik. Die Parteien hätten in den Sondierungsgesprächen zwar die Bedeutung des Themas Pflege erkannt und einige der Forderungen aufgegriffen. So war von einem Sofortprogramm die Rede und von einer Refinanzierung von Tarifsteigerungen. „Die Beschäftigten geben aber erst Ruhe, wenn eine spürbare Entlastung angekommen ist“, warnt Bühler, „und das geht nur mit gesetzlich vorgeschriebenen, bundesweit geltenden, verbindlichen und finanzierten Vorgaben für die Personalausstattung im Krankenhaus. Wir wollen keine halben Sachen und Scheinlösungen, sondern echte Entlastung in den Krankenhäusern.“ Es brauche verbindliche Regelungen im Koalitionsvertrag.

    Unterstützung erfährt ver.di auch von einem kirchlichen Träger: Gemeinsam mit ver.di forderte der Diözesan-Caritasverband Trier in ei-nem Schreiben an Bundestagsabgeordnete die Einführung einer gesetzlichen Personalbemessung.

    Diesem Appell schlossen sich auch Interessenvertretungen von Krankenhäusern aus dem gesamten Bundesgebiet an. Im Rahmen der heute und morgen in Berlin stattfinden ver.di-Krankenhaustagung forderten die 370 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von der Politik, ihre Versprechen zu halten und für eine ausreichende Personalausstat-tung in den Kliniken zu sorgen.

    Pressekontakt

    Daniela Milutin
    ver.di-Bundesvorstand
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