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    Karstadt-Tarifkommission fordert umgehende Aufnahme von Verhandlungen …

    Karstadt-Tarifkommission fordert umgehende Aufnahme von Verhandlungen – Zukunftssicherheit für Beschäftigte braucht Tarifverträge

    12.07.2013

    Bei der ersten Sitzung der Bundestarifkommission Karstadt und der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) am gestrigen Donnerstag in Göttingen haben die Beteiligten einstimmig entschieden, die Karstadt-Geschäftsführung umgehend zu Tarifverhandlungen aufzufordern.

    „Das Ziel der eingesetzten Tarifkommission ist klar, nämlich die Verhandlung über eine sofortige Rückkehr des Unternehmens in die regionalen Flächentarifverträge des Einzelhandels und der Abschluss eines Tarifvertrags zur Standort- und Beschäftigungssicherung“, betonte Arno Peukes, ver.di-Verhandlungsführer bei Karstadt. „Zukunftssicherheit und eine planbare Perspektive für die Menschen bei Karstadt brauchen elementar die Verlässlichkeit und den Schutz von Tarifverträgen. Die Karstädterinnen und Karstädter haben ein Recht auf sichere Einkommen und zukunftsfähige Arbeitsplätze“, unterstrich Peukes. Deshalb werde die Karstadt-Bundestarifkommission das Unternehmen umgehend zur Aufnahme von Verhandlungen bis zum 25. Juli auffordern.

    Die Bundestarifkommission besteht aus 28 Mitgliedern, die aus ihrer Runde eine Verhandlungskommission wählen. Nötig geworden ist dieser Schritt, weil aufgrund der Flucht der Karstadt-Geschäftsführung aus den Flächentarifverträgen des Einzelhandels Tarifverhandlungen aufgenommen werden müssen. Während der Investor Nicolas Berggruen sich bislang weigert, in sein Unternehmen zu investieren, haben die Beschäftigen in den letzten Jahren bereits mehr als 650 Millionen Euro zur Sanierung von Karstadt beigetragen.