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    Praktiker: ver.di fordert von Insolvenzverwaltern und Vermietern mehr Verantwortungsübernahme Hängepartie für tausende Beschäftigte muss ein Ende haben

    18.10.2013

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) kritisiert die Ankündigung der Insolvenzverwalter von Praktiker und Max Bahr, wonach lediglich gute Möglichkeiten für die alten Bestandsfilialen von Max Bahr bestehen, von einem Bieterkonsortium um Hellweg übernommen zu werden und fordert mehr Verantwortungsübernahme für die Beschäftigten aller Filialen.

    „Mit dieser Ankündigung geht die Hängepartie über die Zukunft von tausenden Beschäftigten weiter, denn ohne eine Paketlösung für einen Großteil der Filialen droht nun mit der Einzelverwertung von rund 230 Standorten die endgültige Zerschlagung und damit die berufliche Perspektivlosigkeit eines Großteils der Beschäftigten“, kritisierte Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied für den Handel.

    „Für die 3.600 Beschäftigten der Max-Bahr-Märkte, die voraussichtlich von einem Bieter übernommen werden, gibt es zwar ein erstes positives Zeichen, was ihre berufliche und damit existenzielle Perspektive angeht. Doch stehen die Insolvenzverwalter auch nach Erteilung des Zuschlages für einen Teil der Baumärkte an einen Investor mehr denn je in der Verantwortung für alle 306 Praktiker- und Max-Bahr-Märkte sowie für die Zentralen“, betonte Nutzenberger. „Wir fordern, dass möglichst viele Beschäftigte eine verlässliche Perspektive und Arbeitsplatzsicherheit durch Fortführung der Baumärkte erhalten. Insolvenzverwalter und Vermieter sind hier dringend gefordert, schnelle Lösungen zu finden und Betriebsübergänge an Wettbewerber unter Wahrung der Rechte der Arbeitnehmer zu ermöglichen“, unterstrich Nutzenberger.

    Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Praktiker-Konzerns hätten auch in der Insolvenz großen Einsatz gezeigt und die Abverkäufe trotz schwieriger Umstände und der emotionalen Belastung gemeistert. „Jetzt sind die Insolvenzverwalter und Vermieter am Zug“, so die Gewerkschafterin.

    Die Insolvenzverwalter des Praktiker-Konzern hatten gestern mitgeteilt, dass von den 306 Baumärkten bei Eröffnung des Insolvenzverfahrens voraussichtlich nur die alten Bestandsfilialen von Max Bahr weiterbetrieben werden.