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    ver.di protestiert entschieden gegen Zerschlagung von Verlag M. DuMont Schauberg

    26.09.2013

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) protestiert ent-schieden gegen die Ankündigung des Verlages  M. DuMont Schauberg (MDS), am Stammsitz in Köln 84 Stellen ersatzlos zu streichen sowie Teilschließungen im Druckzentrum durchführen und einen Teil der Zeitungsauflage künftig bei Fremdfirmen drucken lassen zu wollen.  Außerdem sollen Anzeigenverkauf, Zeitungsverkauf sowie Verlagswerbung in eine tariflose Gesell-schaft ausgelagert werden.

    „Wenn die Geschäftsführung ihre Pläne wahr macht, sind von die-sem katastrophalen Kahlschlag fast 250 Beschäftigte betroffen. Die Zerschlagung des Verlags M. DuMont Schauberg mittels Kündigungen und Tarifflucht ist der falsche Weg, der keineswegs zur Gesundung, sondern vielmehr zu großer Frustration und erheblicher Unsicherheit bei den Kolleginnen und Kollegen führt“, kritisierte der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke.

    Über Jahrzehnte hätten die Beschäftigten durch ihre gute und en-gagierte Arbeit dem Unternehmen große Erfolge und Gewinne verschafft, nun würden sie in Arbeitslosigkeit entlassen oder in eine tariflose Gesellschaft ausgelagert. „Wenn jegliche Ideen der Manager ausschließlich auf Kostensenkung und Rationalisierung zielen, ist das aus Sicht der Beschäftigten der falsche Weg. Statt gemeinsam mit den Beschäftigten zukunftsweisende Antworten auf die Herausforderungen eines Strukturwandels im Verlagsbereich zu suchen, fällt einem Traditionshaus, bei dem einst verantwortungsvolles Unternehmertum großgeschrieben wurde, nur Personalabbau ein“, so Werneke. „Wenn ein Medienkonzern wie M. DuMont Schauberg sich verändern will und muss, dann geht das nur mit und nicht gegen die Beschäftigten. Klar ist an dieser Stelle, dass ver.di sich für den Erhalt der  Arbeitsplätze einsetzen wird“, unterstrich der verdi-Vize.

    ver.di stehe im engen Kontakt zu den Betriebsräten, Kolleginnen und Kollegen und werde sie mit aller Kraft unterstützen.