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    Verhandlungen über Rationalisierungsschutz: ver.di ruft zum Streik …

    Verhandlungen über Rationalisierungsschutz: ver.di ruft zum Streik bei IT-Dienstleister der Krankenkassen auf

    28.02.2017

    In der Auseinandersetzung über einen Rationalisierungsschutz-Tarifvertrag bei der gkvi, dem IT-Dienstleister einiger gesetzlicher Krankenversicherer, erhöht die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) den Druck und ruft die Beschäftigten am Mittwoch, 1. März 2017, zu einem ganztägigen Warnstreik auf.
    „Bislang weigert sich der Arbeitgeber beharrlich, die Beschäftigten vor den Folgen des geplanten Umbaus zu schützen. Der Warnstreik macht deutlich: Die Beschäftigten sind bereit, für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze zum kämpfen“, sagte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Gabriele Gröschl-Bahr am Dienstag.

    Hintergrund des schärfer werdenden Konflikts sind die Pläne der Geschäftsleitung zur Zerschlagung der gkvi und zum Outsourcing bislang intern erledigter IT-Dienstleistungen. In der Folge droht der Verlust von mehr als 400 qualifizierten Arbeitsplätzen. Bei der gkvi arbeiten insgesamt 820 Beschäftigte. Die gkvi ist zentraler IT-Dienstleister für mehrere Ortskrankenkassen und Ersatzkassen. Im Zuge des Warnstreiks kann es auch zu Störungen in der IT-Infrastruktur der Kassen kommen.

    ver.di hatte den Arbeitgeber beim Bekanntwerden der Umbaupläne im vergange-nen Jahr zu Verhandlungen über einen Rationalisierungsschutz-Tarifvertrag auf-gefordert und unter anderem einen Kündigungsausschluss, Anspruch auf gleich- oder höherwertige Ersatzarbeitsplätze und verbesserte Regelungen zu Vorruhe-stand und Altersteilzeit gefordert.

    Eine weitere Verhandlungsrunde ist bislang noch nicht vereinbart.

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    Jan Jurczyk
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