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    Deutsche Telekom wirft 90.000 Jahre Erfahrung über Bord – ver.di fordert Arbeitsplatzsicherheit für STRABAG-Beschäftigte

    19.10.2017

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat jetzt Kenntnis darüber erhalten, dass die Deutsche Telekom AG entschieden hat, die Bewirtschaftung ihrer Gebäude, Anlagen und Rechenzentren ab Mitte 2019 nicht mehr dem bisherigen Dienstleister STRABAG Property and Facility Services (STRABAG PFS), sondern stattdessen dem ISS-Konzern (International Service System) zu übertragen.

    ver.di betrachtet diese Entwicklung mit Sorge und erwartet nun schnelle Verhandlungen mit den beteiligten Unternehmen, um die Arbeitsplätze der Beschäftigten zu sichern. Seit zwei Jahren liefen die Verhandlungen der Deutschen Telekom AG mit STRABAG PFS und der ISS um den im Jahr 2015 ausgeschriebenen Dienstleistungsvertrag. Der bestehende Vertrag mit STRABAG PFS hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2019, danach soll die ISS übernehmen.

    „Mit dieser Entscheidung ist die Zukunft der rund 3.300 Beschäftigten der STRABAG-Betriebe ungewiss. Die Telekom darf sich nicht nur um günstige Preise kümmern, sondern sie muss sich auch um die Beschäftigten kümmern, die jahrzehntelang für sie gearbeitet haben“, fordert Lothar Schröder, Mitglied des ver.di-Bundesvorstands.

    Die STRABAG PFS ist aus einer ehemaligen Tochtergesellschaft der Telekom, der DeTeImmobilien entstanden, die 2008 an den STRABAG-Konzern verkauft wurde. Viele der Beschäftigten haben eine lange Historie im Telekom-Konzern. Die meisten der rund 3.300 Beschäftigten habe ihren beruflichen Werdegang bei der Deutschen Telekom AG begonnen und nach wie vor eine hohe Verbundenheit mit dem Konzern. Rund 800 von ihnen sind Beamte. Insgesamt blicken die Beschäftigten auf mehr als 90.000 Jahre Erfahrung in Im-mobiliendienstleistungen für die Deutsche Telekom AG zurück.

    Für ver.di hat die Absicherung der Arbeitsplätze absolute Priorität. Nach der Entscheidung des Telekom-Vorstands geht es nun darum, für die betroffenen Beschäftigten Lösungen zu entwickeln, die Arbeitsplätze und Einkommen abzusichern. Hierzu wird ver.di alle beteiligten Unternehmen zu Gesprächen auffordern.

     

    Hinweis für die Redaktionen
    Für Rückfragen: Pascal Röckert, ver.di-Tarifsekretär und Unternehmensbetreuer für STRABAG, pascal.roeckert@verdi.de , 0175/2965388, oder Peter Praikow, ver.di-Bundesfachgruppenleiter TK, peter.praikow@verdi.de , 0171/2262500