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    Ganztägiger Warnstreik im Geld- und Werttransport

    Ganztägiger Warnstreik im Geld- und Werttransport

    23.10.2013

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) ruft die rund 2.000 Beschäftigten in der Geld- und Wertbranche in Hessen, Niedersachsen und Bremen am Donnerstag (24.10.2013) zu einem ganztägigen Warnstreik und Kundgebungen in Frankfurt am Main und Hannover auf. Hintergrund des Tarifkonflikts sind Verhandlungen über einen bundesweiten Manteltarifvertrag. „Die Beschäftigten haben die Hinhaltetaktik des Arbeitgeberverbandes BDGW satt“, erklärte ver.di-Verhandlungsführer Gerd Denzel. „Sie wollen nach fünf Verhandlungsrunden endlich Ergebnisse statt Worthülsen.“

    ver.di fordert unter anderem eine Jahressonderzahlung in Höhe einer Monatsvergütung, einen Jahresurlaub von mindestens 31 Arbeitstagen sowie einen Überstundenzuschlag von 25 Prozent ab der 174. Stunde im Monat. Die Arbeitgeber hingegen streben einen kostenneutralen Tarifvertrag an. „Diese Haltung – Wertschätzung für eine verantwortungsvolle und gefährliche Tätigkeit ja, aber bitte zum Nulltarif – entlarvt sich selbst“, betonte Denzel.

    Die Beschäftigten der Branche bewegen täglich Hunderte von Millionen Euro. Sie stellen den Bargeldkreislauf im Handel und in der Finanzwelt sicher. Im Geld- und Werttransport in der Bundesrepublik sind rund 11.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt, davon zwei Drittel im Geld- und Werttransport und ein Drittel in der Geldbearbeitung. Die Branche erzielt einen jährlichen Umsatz von über 500 Millionen Euro. Alle bedeutenden Unternehmen der Branche – wie Prosegur, Unicorn, Kötter oder Ziemann – sind Mitglied im Arbeitgeberverband BDGW.



    Hinweis an die Redaktionen für Rückfragen:

    Volker Nüsse (ver.di-Bundesverwaltung), Tel. 0175/2253611
    Mathias Venema (ver.di Hessen), Tel. 0160/5816389
    Ute Gottschaar (ver.di Niedersachsen/Bremen), Tel. 0170/6353769