Pressemitteilungen

    Gutachten des Sachverständigenrats: Ratschläge aus der Mottenkiste

    Gutachten des Sachverständigenrats: Ratschläge aus der Mottenkiste

    12.11.2014

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hält die Schlussfolgerungen des Sachverständigenrats in seinem aktuellen Gutachten für die Bundesregierung für abwegig, insbesondere die Passagen zum Mindestlohn seien nicht nachvollziehbar. Die Bundesregierung tue gut daran, die wirtschaftspolitischen Ratschläge aus der Mottenkiste schlicht zu ignorieren, betonte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske.

    Am heutigen Mittwoch übergibt der Sachverständigenrat sein Gutachten zur Wirtschaftslage und Wirtschaftspolitik an die Bundesregierung. Die Mehrheit der Sachverständigen kritisiert darin die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik der großen Koalition. Die so genannten Wirtschaftsweisen schreiben unter anderem, dass sich der Mindestlohn negativ auf die Konjunktur ausgewirkt haben könnte.

    Damit ignoriert der Sachverständigenrat zum wiederholten Mal den aktuellen Stand der internationalen Arbeitsmarktforschung. Zudem kommt es auf eine Stärkung der Binnennachfrage an, damit die Konjunktur nicht noch deutlicher nach unten geht. „Der Mindestlohn kommt gerade jetzt zur rechten Zeit“, erklärte Bsirske. Die „Weisen“ hielten jedoch unbeirrt an ihren alten „Weisheiten“ fest. „Das hat mit Wissenschaft nichts mehr zu tun, das ist reine Ideologieproduktion“, kritisierte der ver.di-Vorsitzende.

     

    Pressekontakt

    Jan Jurczyk
    ver.di-Bundesvorstand
    Paula-Thiede-Ufer 10
    10179 Berlin
    Tel.: 030/6956-1011 bzw. -1012
    Fax: 030/6956-3001
    E-Mail: pressestelle@verdi.de
    alle Ansprechpartner der Bundespressestelle