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    ver.di-Aktionswoche "Gute Ausbildung – gute Arbeit": Frank Bsirske stellt sich Fragen von Youtuber und Usern

    08.11.2017

    Im Rahmen der Aktionswoche „Gute Ausbildung – gute Arbeit“ der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) stellt sich deren Vorsitzender Frank Bsirske in einem Videoclip den Fragen des Bloggers und Youtubers Marvin Neumann und dessen Community. „Wir wollen Jugendliche nicht nur durch Betriebsaktionen sondern auch über soziale Medien ansprechen und mit ihnen über Ausbildungsbedingungen im digitalen Zeitalter ins Gespräch kommen,“ so Bsirske.

    Neumann hatte seine Netz-Community bereits Tage zuvor aufgerufen, ihm Fragen und Diskussionsbeiträge zu posten, die er – nicht abgesprochen – an Frank Bsirske richtete. Die Jugendlichen wollten etwa wissen, ob der Mensch nicht bald ganz von Maschinen ersetzt werde, was ver.di tue, um die Jobaussichten von Auszubildenden zu verbessern oder wie es veraltete Berufsschulkonzepte ins Zeitalter von Industrie 4.0 schaffen könnten. „Völlig berechtigte Fragen“, so Bsirske. Denn gerade im Berufsschulbereich habe man es mit viel Konservativismus zu tun, den es aufzubrechen gelte.

    „Wir müssen es schaffen, Modernität in die Schulen einziehen zu lassen“, so Bsirske. Mit der Digitalisierung liege insgesamt eine Gestaltungsaufgabe riesigen Ausmaßes vor. „Da gibt es eine Menge Chancen. Die kommen nur nicht im Selbstlauf. Dafür muss man was tun“, sagte der ver.di-Vorsitzende. Er selbst sei als Kind und Jugendlicher Zeuge der Lehrlingsbewegung der 60er und 70er Jahre geworden. Damals wären Lehrlinge auf die Straße gegangen, um auf Missstände hinzuweisen und bessere Ausbildungsbedingungen einzufordern. „Die wollten nicht alles hinnehmen und nur billige Arbeitskraft für den Unternehmer sein“, sagt Bsirske.

    Mit Blick auf die bevorstehenden Koalitionsverhandlungen kritisiert Bsirske, die Möglichkeit von Kettenbefristungen. „Das ist im Grunde nichts anderes als eine verlängerte Probezeit mit erweiterten Kündigungsmöglichkeiten für die Unternehmen“, geißelt Bsirske die wachsende Zahl dieser Art von Arbeitsverträgen, die vor allem junge Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer treffen. „Deswegen treten wir ein für das Verbot von sachgrundlosen Befristungen von Arbeitsverhältnissen und führen dazu eine Auseinandersetzung mit der Politik“, so der ver.di-Vorsitzende.


    Das ganze Interview mit Frank Bsirske ist hier abrufbar.

    Pressekontakt

    Daniela Milutin
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