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    Streiks bei Amazon werden ausgeweitet: Erstmals ist Werne als …

    Streiks bei Amazon werden ausgeweitet: Erstmals ist Werne als fünfter Standort im Ausstand

    24.09.2014

    Die Arbeitsniederlegungen beim Versandhändler Amazon weiten sich aus. Zum ersten Mal beteiligen sich seit dem frühen Mittwochmorgen (24. September) auch die Beschäftigten des Standortes Werne (Nordrhein-Westfalen) an den Streiks. Damit werden bis zum Ende der Spätschicht am Mittwochabend bundesweit fünf Versandzentren von Amazon bestreikt. Beschäftigte der Standorte Bad Hersfeld (Hessen), Leipzig (Sachsen), Graben (Bayern) und Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) haben bereits seit Montagfrüh (22. September) die Arbeit nieder gelegt.

    „Der Druck auf Amazon nimmt zu. Immer mehr Beschäftigte verlangen, dass das Unternehmen seine Blockadehaltung aufgibt und ihr Recht auf einen Tarifvertrag respektiert, der ihnen existenzsichernde Einkommen und Arbeitsbedingungen garantiert, so dass sie nicht von der Willkür eines us-amerikanischen Versandhändlers abhängig sind. Amazons Behauptung, man sei ein fairer und verantwortungsbewusster Arbeitgeber, wird durch die Streiks der Beschäftigten bloß gestellt“, sagte Stefanie Nutzenberger, Mitglied des Bundesvorstands der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und zuständig für den Handel.

    Aus Rheinberg wird sich am Mittwoch eine große Delegation von Streikenden auf den Weg nach Werne machen, um die dortigen Kolleginnen und Kollegen bei ihrem Protest zu unterstützen.

    Die Streiks beim Versandhändler Amazon haben im Mai 2013 begonnen. Das Unternehmen weigert sich, das in Deutschland gesetzlich verbriefte Recht der Beschäftigten auf Tarifverhandlungen durch eine Gewerkschaft anzuerkennen. Immer wieder haben Beschäftigte deswegen die Arbeit nieder gelegt. An den einzelnen Standorten kommt es darüber hinaus betriebsintern und jenseits einer größeren Öffentlichkeit regelmäßig zu Protesten gegen den mangelhaften Gesundheitsschutz und die außerordentlich hohe Krankenquote, Arbeitshetze, sogenannte Feedback-Gespräch, mit denen Beschäftigte unter Druck gesetzt werden, unzureichende Pausenregelungen oder die hohe Anzahl an Befristungen.


    Hinweis für die Redaktionen
    Bei Rückfragen zu den Streiks
    für Bad Hersfeld:
    Mechthild Middeke, 0160-90907385
    für Graben:
    Thomas Gürlebeck, 0171-4808882
    Hubert Thiermeyer, 0170-3341345
    für Rheinberg:
    Daniel Zimmermann, 0175-5837926
    Sabine Busch, 0170-9215220
    für Werne:
    Karsten Rupprecht, 0175-43 30 860
    Daniel Zimmermann, 0175-58 37 926
    für Leipzig:
    Thomas Schneider, 0160-7197238

    Pressekontakt

    Eva Völpel
    ver.di-Bundesvorstand
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