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    ver.di gewinnt ITF als Bündnispartner im Kampf für Amazon-Beschäftigte

    ver.di gewinnt ITF als Bündnispartner im Kampf für Amazon-Beschäftigte

    18.08.2014

    Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat im Rahmen des diesjährigen ITF-Kongresses (International Transport Workers´ Federation) in Sofia erneut auf die Probleme bei Amazon hingewiesen und einen neuen globalen Bündnispartner gewonnen.

    Der internationale Gewerkschaftskongress der Transportarbeiter sagte zu, den Online-Händler Amazon gemeinsam mit der unter anderem für den Handel zuständigen UNI Global Union und ver.di ins Visier zu nehmen. Da sich Amazon weigere, für bessere Arbeitsbedingungen und Tarifverträge zu sorgen, werde man Solidaritätsaktionen starten, um die Amazon-Beschäftigten in ihrem Kampf um existenzsichernde Arbeitsbedingungen und den Abschluss von Tarifverträge zu unterstützen.

    „Unser Ziel ist, eine globale Antwort auf die globale Herausforderung Amazon zu finden – für existenzsichernde Tarifverträge aller Beschäftigten entlang der Wertschöpfungskette“, betont ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine
    Behle. Dafür sei es wichtig, globale Kampagnen zu organisieren, um gewerkschaftliche Stärke gemeinsam mit den Auslieferern, Speditionen und Dienstleistern bei Amazon zu entwickeln. Die ITF habe zugesichert, durch ihr globales Büro für Logistik- und Lieferketten die notwendige Infrastruktur bereitzustellen, um somit nationale und internationale Aktionen zu ermöglichen.

    „Die stärkere Vernetzung internationaler Gewerkschaften und der jetzige Schritt sind ein wichtiges Signal, dass die Solidarität zwischen den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auch vor Ländergrenzen nicht Halt macht“, erklärt Stefanie Nutzenberger, ver.di-Bundesvorstandsmitglied für den Handel.
     
    Amazon beschäftigt weltweit rund 100.000 Mitarbeiter, die keiner Tarifbindung unterliegen. Immer mehr Beschäftigte, vor allem in Europa, schließen sich daher in Gewerkschaften zusammen, um für bessere Arbeitsbedingungen und Tarifverträge zu kämpfen.

    „Die Zusage der ITF ist ein weiterer Schritt für den Aufbau eines stabilen internationalen Netzwerkes, den ver.di bereits mit zahlreichen europäischen Ländern gestartet hat“, betont Behle. „Das bietet uns eine solide Grundlage, um den Kampf für die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten zu verstärken.“

    An dem 43. ITF-Kongress in Sofia nahmen rund 2.000 Delegierte aus 379 Gewerkschaften in 116 Ländern teil. Sie vertreten mehr als fünf Millionen Beschäftigte im Verkehrs-, Transport und Logistiksektor.



    Weitere Informationen zum ITF-Kongress: www.itfcongress2014.org

    Pressekontakt

    Martina Sönnichsen
    ver.di-Bundesvorstand
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